Buchen

Prunksitzung im Lindensaal FG „Hettemer Fregger“ boten ihrem Publikum eine Gaudi vom Feinsten

Mit Volldampf auf der Zielgeraden

Auf der Zielgeraden der Kampagne zogen die „Hettmer Fregger“ bei ihrer Prunk- und Fremdensitzung am Sonntag nochmals alle Register. Los ging es um Punkt 19.31 Uhr mit dem festlichen Einzug in den Lindensaal, ehe Präsident Robin Schmelcher und Jungpräsident Dominik Matt mit dem Hinweis „gebt acht, es ist soweit – es ist wieder Narrenzeit“ die närrische Schar und auch die aus Hettigenbeuern, Götzingen, Hainstadt, Walldürn, Waldstetten, Königheim, Schweinberg, Altheim, Schneeberg, Glashofen und Mudau angereisten Abordnungen begrüßten. Für die Gäste sprach Bernd Hirsch (Hainstadt) ein Grußwort; den Narrenring Main-Neckar vertrat mit Jörg Rathmann ein weiterer „Heeschter“.

Komödiantischer Rückblick

Mit Volldampf ging es in die Nacht – und zwar mit den von Kirsten Erfurt, Hannah Stewner, Hedi Rösch und Melanie Möller trainierten „Freggerli“, die mit sichtlichem Spaß über die Bühne wirbelten. Mit dem komödiantischen Jahresrückblick von Ralf „Zack“ Zang (FG „Schneeberger Krabbe“) zog der erste Büttenredner das Publikum in seinen Bann. Gewitzt sprach „Zack“ von einem „Angeberjahr“, in dem gewisse Profilneurotiker US-amerikanischer, nordkoreanischer oder orientalischer Herkunft von sich reden machten. Auch die „Mundhaar-Monika“ mit dem Damenbart, der Nachbar Horst-Kevin und der sich ob der Rückkehr des Wolfes die Haare raufende Schäfer Lambert fanden ihre Würdigung.

Die hauseigene, von Anna-Lena Kuhn trainierte sowie von Lena Wegert und Jessica Müller betreute Kindergarde stellte mit gewandten Bewegungen die „fünf Jahreszeiten“ vor; die Schneebar-Garde (Trainerinnen Celina Henk, Ines Uretschläger und Manuela Castro-Henk) tanzte sich auf bezaubernde Weise durch die „Evolution of the Dance“ von Twist über strikten Disco-Rhythmus bis zum „Moonwalk“. Zur urkomischen Rückschau auf die vergangenen 25 Jahre lud der als „Jubilar“ brillierende Wolfgang König (FG „Höpfemer Schnapsbrenner“) ein: Seit 1993 steht er in der Bütt und erinnerte sich an jenes Jahr als „Beginn einer noch immer währenden Abschiedstournee der Rolling Stones“, in dem man sich ausruhte statt ans „Chillen“ dachte und statt dem Handy die Wählscheibe bediente.

Fans klassischer Gardetänze wurden durch die von Sophia Neuhäuser, Jennifer Siewert und Miriam Mackert trainierte, als dreifacher Vize-Narrenringmeister Maßstäbe setzende Juniorengarde bestens unterhalten. „Ali geht auf Kur“ lautete danach das Credo von Büttenredner Roland Dittrich: Genüsslich nahm er die bundesdeutsche Behördenwelt mit ihren Paragrafen und Statuten aufs Korn – „denn es interessiert nicht die Krankheit, sondern die Versicherung“. Mit seinem Lied über den tragischen Weg „zehn kleiner Elferräte“ trieb er die Stimmung auf die Spitze.

„Unter schwarzer Fahne“ tanzten im Anschluss die „Maxis“ der FG „Getzianer Heddebör“ (trainiert von Christina Berberich, Laura Meixner und Jana Graner) auf deren tolle Revue die närrischen Grußworte von Bürgermeister Roland Burger und Ortsvorsteher Volker Mackert folgten.

Nach gemütlicher Schunkelrunde hieß es „Willkommen im Wilden Westen“: Die gemischte Schautanzgruppe der FG „Höhgoiker“ Glashofen (Trainerinnen Maren Schmidt und Kerstin Schmitt), deren Show neben flinken Bewegungen durch einfallsreichen Mummenschanz zu gefallen wusste, fegte über die Bühne und erfüllte auch den Wunsch nach einer Zugabe. Etwas ruhiger ließ es der „Nachtwächter“ Andreas Poser (TSV Großheubach) angehen. Seine wie immer zielsicheren Ausführungen über das dörfliche und regionale Geschehen wurden vom Publikum ergänzt – und gemeinsam lüftete man im Lindensaal manches Geheimnis.

Goldene Schlager

An die goldenen Schlager erinnerten die von den „Drei Tenören & Co“ dargestellten „Memory-Birds“ der FG „Höhgöiker“ Glashofen. Bürgermeister Roland Burger, Ortsvorsteher Volker Mackert und Ehrenpräsident Fritz Kreutzer hatten anhand Textfragmenten Klassiker von den „Caprifischern“ bis zu „So ein Mann“ zu erraten.

Eine Gaudi vom Feinsten, zu der neben dem Auftritt der Drei als „Schlagertrio von Hettje“ auch Dieter Schmitt als charismatischer Moderator seinen Teil beitrug. Vor dem Finale, in dem Präsident Robin Schmelcher allen Akteuren und den Besuchern dankte, glänzte mit der von Hannah Stewner, Miriam Mackert, Kirsten Erfurt, Peter Balint, Marco und Dirk Michel trainierten „Fregger“-Garde der fünffache Narrenring-Vizemeister und Stolz der „Hettemer Faschenacht“.

Mit Schunklern und Stimmungsmusik bereicherte die kleine Besetzung des Musikvereins Hettingen unter Leitung von Wolfgang Mackert den Abend.

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