Buchen

Lehrstellenbörse der ÜAB Viele Informationen rund um das Thema Ausbildung / Über 60 Berufsbilder an zahlreichen Ausbildungsständen vorgestellt

„Mittelstand ist der Motor der Ausbildung“

Viele Informationen gab es am Samstag rund um das Thema Ausbildung bei der gut besuchten Lehrstellenbörse der ÜAB Buchen.

Buchen. Einen festen Platz im Terminkalender vieler junger Menschen hat traditionell die Lehrstellenbörse der Überbetrieblichen Ausbildungsstätte Buchen (ÜAB) inne, die am Samstag 43 Aussteller mit Informationen zu über 60 Berufsbildern und Handwerksvorführungen auf rund 1500 Quadratmetern Gesamtfläche bot. Mit Erfolg – bereits zur Mittagszeit wurde der 350. Besucher gezählt.

ÜAB-Geschäftsführer Jürgen Weiß bekundete bei der Begrüßung seine Freude über diese Zahl und bezog sich auf das Motto „Nimm’ deine Arbeit selbst in die Hand“. Da die Chancen für Ausbildungsplätze aktuell so gut wie selten zuvor seien, gelte es nun, die Gelegenheit beim Schopf zu packen – und genau dafür sei die Lehrstellenbörse eine ideale Plattform, zumal der persönliche Kontakt zwischen Ausbildern und potenziellen Auszubildenden das „umfassende Info-Angebot“ als besonderes Erkennungsmerkmal abrunde.

Bürgermeister Roland Burger dankte für die „wertvolle Veranstaltung“, die Arbeitgeber und Arbeitnehmer in unkompliziertem Ambiente zusammenführe. Wohl stehe man angesichts des demografischen Wandels und eines drohenden Fachkräftemangels vor nicht zu unterschätzenden Herausforderungen, doch solle man nie aufgeben.

Zuversichtlich zeigte sich auch Harald Töltl (IHK Rhein-Neckar), der bezüglich unterschriebener Lehrverträge von einem „überraschenden Plus in technisch-gewerblichen Berufen“ sprach und auf den Stellenwert der gerade im badischen Frankenland zahlreich vorfindbaren „Hidden Champions“ einging. „Nicht der Großbetrieb, sondern der Mittelstand ist der Motor des Ausbildungswesens“, hielt Töltl fest und betonte, dass entgegen landläufiger Meinung nicht nur das Studium maßgebend sei. „Auch mit einer qualifizierten Aus- und Weiterbildung kann man sehr weit kommen“, erklärte er und ermunterte junge Menschen zum zielstrebigen Weg durch die Bildungslandschaft, schließlich sei jener „so offen wie nie“.

Für die ÜAB ergänzte Vorstandvorsitzender Martin Gehrig die Ausführungen um den Verweis auf ein „ganz besonderes Format, bei dem die Besucher neben Firmen auch die Berufsbilder kennenlernen“ und sich auch anhand technisch-praktischer Vorführungen informieren können, ob jener Bereich eine Option wäre.

Rundgang

So führte der anschließende Rundgang durch die ÜAB-Hallen zunächst in die Lehrwerkstatt, wo an den Arbeitsmaschinen sowie im Dialog mit den bereitwillig Auskunft gebenden Auszubildenden der ÜAB mancher Einblick ermöglicht wurde. Daneben stellten die insgesamt 43 Aussteller aus allen Branchen ihre Ausbildungsgänge vor und spannten den Bogen von kaufmännischen Berufen bis hin zum Handwerk oder sozialen Ausbildungsgängen. Auch die Stadt Buchen, das Landratsamt des Neckar-Odenwald-Kreises, verschiedene Berufsfachschulen, das Kolping-Bildungswerk Buchen, die Bildungsträger BBQ und USS, die baden-württembergische Polizei und IHK Rhein-Neckar Mosbach informierten über ihre Möglichkeiten für Schulabgänger oder Quereinsteiger, wem indes die an Ort und Stelle gegebenen Hinweise als nicht umfangreich genug erschienen, der konnte sich noch informative Druckschriften mit nach Hause nehmen.

An den zahlreichen Ständen in und vor dem Gebäude konnten zahlreiche Gespräche geführt und auch erste Verträge unterschrieben werden. Am frühen Nachmittag schilderte ein Ausbilder, „dass die Jugendlichen oft auch mangels Erfahrung noch sehr schüchtern sind, aber schnell auftauen und Interesse zeigen“. Ein anderer Ausbilder ermutigte dazu, die Gunst der Stunde zu nutzen: „Die derzeit gute Situation auf dem Stellenmarkt, bei der sich eher die Arbeitgeber bewerben als die Arbeitnehmer, kommt längst nicht nur Schulabgängern zugute, auch wer beispielsweise 25 Jahre alt ist, kann und darf sich ruhig um eine Ausbildung bewerben!“ ad

Info: Weitere Bilder gibt es unter www.fnweb.de in einer Galerie.