Buchen

„alla hopp!“-Anlagen Nicht überall geht es so friedlich zu wie in Buchen und Ravenstein / Vandalismus ist ein großes Problem

Mutwillige Zerstörung kostet Kommunen viel Geld

Archivartikel

Metropolregion.19 Kommunen in der Metropolregion kamen durch die Dietmar Hopp Stiftung in den Genuss einer „alla hopp!“-Anlage. Nicht überall ist die Freude so ungetrübt wie in Buchen und Ravenstein . Vandalismus macht vielen Städten zu schaffen.

Mal sind Bänke oder Verkleidungen angekokelt, mal Seile aus der Verankerung gerissen – und jüngst wurde die Tankstelle für das kostenlose Aufladen des E-Bikes zerstört: Vandalismus auf der „alla hopp!“-Anlage im Stadtteil Kirchheim kommt die Stadt Heidelberg teuer. Etwa 80 000 Euro im Jahr müssen für die Beseitigung von mutwilliger Zerstörungen aufgebracht werden. Insgesamt investiert die Kommune in die von der Dietmar Hopp Stiftung geschenkte Anlage jährlich 300 000 Euro, um sie in Ordnung zu halten und zu pflegen. Nun soll für 80 000 Euro ein Zaun um das Areal gezogen werden – wenn der Gemeinderat Haushaltsmittel dafür freigibt, könnte das im Frühjahr 2019 sein.

„Die Anlage wird sehr gut genutzt, von allen Altersgruppen“, weiß Wolfgang Morr vom städtischen Liegenschaftsamt, das den Riesen-Spielplatz pflegt und unterhält. Sorgen bereiten ihm und seinen Kollegen sowie dem zuständigen Bürgermeister Wolfgang Erichson jene „Besucher“, die dann kommen, wenn alle anderen gegangen sind: Besonders nachts und am Wochenende beschäftigen Brandschäden und Vandalismus die Behörden. Das Motiv? „offenbar blinde Zerstörungswut“.

Auch die „alla-hopp!“-Anlage in Schwetzingen war schon des Öfteren von Vandalismus betroffen – vor allem der dortige Kiosk. Gerade am Wochenende wurden die Biergartenmöbel durcheinandergeworfen und die Täter versuchten, diese zu zerstören. Auch geparkte Fahrräder wurden zu Boden geworfen. Zerbrochene Glasflaschen – auch im Kleinkindbereich – werden des Öfteren aufgefunden.

In Ketsch gab es zwar auch schon Probleme mit mutwilliger Zerstörung – insbesondere bei der Toilettenanlage, doch insgesamt hielten sich die Probleme offensichtlich im Rahmen. Laut Polizei wurde 2017 ein Vorfall angezeigt und seither musste nur einmal im Bereich Vandalismus ermittelt werden.

In Hemsbach setzten Ende Juni Unbekannte mit einer acht Meter hohen Wasserfontäne die Anlage unter Wasser. Sie hatten einen Schlauchanschluss am Wasserspielplatz abgerissen.

Etwa 2000 Euro hat vor einigen Wochen der Schaden durch Vandalismus an der Toilettenanlage und dem Pavillon auf der „alla-hopp!“-Anlage in Bürstadt gekostet. „Mehr ist bislang nicht passiert, es hält sich also in Grenzen“, sagt Bürstadts Erster Stadtrat Walter Wiedemann. „Die Spielgeräte waren zum Glück nicht betroffen.“

„Von Vandalismus im größeren Stil sind wir bisher verschont geblieben“, sagt Buchens Bürgermeister Roland Burger: Natürlich müsse die Anlage täglich gereinigt werden und auch die Durchsetzung gewisser Regeln – kein Glas, keine Hunde, kein Fahrradfahren – sei schwierig. „Aber wir setzen entsprechend Personal ein und fahren damit bisher ganz gut.“ Mit einem eindeutigen „Nein“ beantwortete Ravensteins Bauamtsleiter Anton Friedlein die Frage, ob es auf der „alla-hopp!“-Anlage Vandalismus gibt. red