Buchen

Bebauungsplan „Sondergebiet Einzelhandel“ geändert Aldi und Lidl können in Buchen wachsen / Steigerung der Verkaufsfläche auf je 1300 Quadratmeter

Neubau erfolgt nach Komplettabriss

Archivartikel

Aldi und Lidl in Buchen werden abgerissen und neu aufgebaut. Die Verkaufsflächen sollen auf 1300 Quadratmeter anwachsen. Der Gemeinderat stimmte bei seiner Sitzung am Montag zu.

Buchen. Die Firma Aldi Süd unterhält wie auch die Firma Lidl in der Stadt Buchen seit längerer Zeit in der F.-X.-Schmerbeck-Straße jeweils eine Filiale. Um den sich wandelnden Kundenanforderungen einerseits, aber auch den logistischen Anforderungen der Betreiber andererseits gerecht zu werden, planen die beiden Lebensmittelanbieter laut Fachbereichsleiter Günter Müller, die jeweiligen Bestandsverkaufsflächen von derzeit rund 900 Quadratmeter auf 1300 Quadratmeter zu erweitern. Die Anzahl der Parkplätze solle erhalten bleiben.

Lidl will im Frühjahr starten

Bis zur Fertigstellung der Planung wird laut Müller wohl ein halbes Jahr vergehen. Läuft alles nach Plan, will Lidl im Frühjahr mit den Bauarbeiten beginnen und Ende 2020 fertig sein, während man bei Aldi erst später loslegen will. Nach derzeitiger Planung werden die Filialen also nicht gleichzeitig geschlossen sein. Die Vergrößerung der Märkte geht laut dem Fachbereichsleiter sowohl bei Aldi als auch bei Lidl mit der Schaffung eines modernen Ladenbaus einher. Die Gänge sollen breiter und die Waren leichter erreichbar werden, fasste Müller die Pläne der Lebensmittelanbieter zusammen. „Ein Großteil der jeweiligen Verkaufsflächenzuwächse wird auf die Verkehrsflächen entfallen“, erklärte Müller dem Gremium. Hingegen wachse das Sortiment in beiden Märkten lediglich geringfügig an. Hinzu komme sowohl bei Aldi als auch bei Lidl der Wunsch nach einer optimierten Warenpräsentation und Logistik, um durch eine fast durchgängig sortenreine Palettierung im Verkaufsraum Kostensenkungen zu erzielen. Letztlich bedeute die Vergrößerung der Verkaufsräume dadurch auch eine Umwandlung von Lagerflächen in Verkaufsflächen. Auch die Heizkosten sollen durch eine moderne Bauweise gesenkt werden.

Auswirkungsanalyse erstellt

Die Grundstücke der Bestandsmärkte befinden sich bauplanungsrechtlich in einem Sondergebiet, wobei die Verkaufsflächen festgeschrieben sind. Seitens der beiden Lebensmitteldiscounter sei in Absprache mit der Stadtverwaltung eine Auswirkungsanalyse der Gesellschaft für Markt und Absatzforschung mbH (GMA) erstellt worden. Diese setze sich intensiv mit den Rahmenbedingungen am Makrostandort Buchen, der städtebaulichen Bewertung des Mikrostandortes als auch Umsatzprognosen und Umsatzherkunft für die erweiterten Lebensmitteldiscounter auseinander.

Ergänzend wurden laut Günter Müller im Vorfeld Gespräche mit dem Regierungspräsidium Karlsruhe und mit dem Regionalverband Rhein-Neckar geführt. Seitens der beteiligten Behörden könne laut Stadtverwaltung auf der Basis des vorliegenden Gutachtenentwurfs ein Bebauungsplanverfahren in die Wege geleitet werden.

Bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung beschloss der Gemeinderat die erste Änderung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes „Sondergebiet Einzelhandel“ im Bereich Lidl/Aldi. „Für den Einkaufsstandort Buchen sicher nicht von Nachteil“, wertete Bürgermeister Roland Burger.