Buchen

„Grünes Band“ von Buchen durch die Metropolregion prämiert 10 000 Euro für Wettbewerbserfolg „Landschaft in Bewegung“

Neuer Wasserspielplatz soll entstehen

Bei der Metropolregion Rhein-Neckar wurde Buchens „Grünes Band“ mit einem Preis im Wettbewerb „Landschaft in Bewegung“ ausgezeichnet.

Buchen. Das „Grüne Band“ von Buchen verknüpft Natur, Nachhaltigkeit, Bewegung und Begegnung, es vereint Lebensqualität mit Ökologie und sozialen Faktoren. Es ist ein Überbegriff sich ergänzender Maßnahmen um die Themen: Generationendialog, Demografie, Bewegung, Erholung und soziales Miteinander entlang der Morre in Buchen. Im Mittelpunkt dieser Parklandschaft stehen der neue Mehrgenerationentreff und die „alla-hopp!“-Anlage. Aus der Notwendigkeit den Hochwasserschutz zu verbessern entstand hier die Idee, bereits existierende Einrichtungen und neue Impulse zu verbinden, die verschiedenen Themen zu verknüpfen und letztlich an einer gedachten Linie quasi eine zusammenhängende Parklandschaft mit Erholungs-, Bewegungs- und Begegnungsmöglichkeiten für alle Generationen und einen ökologischen Mehrwert entlang der Morre zu schaffen.

Die somit entstehende Anlage entlang der renaturierten Morre beinhaltet vielfältige Erlebnispunkte, wie zum Beispiel Boule- und Bolzplatz, Beach-Volleyballfeld, den Parcours mit Sport- und Spielgeräten am Schulzentrum, neu angelegte Blühwiesen für Insekten und Ruhe- und Aufenthaltsbereiche. Diese besondere Vernetzung wurde durch den Wettbewerbsbetreuer Dr. Claus Peinemann im Rahmen der Auszeichnung besonders gewürdigt.

„Wir freuen uns nach dem Preis im Rahmen des Landesprogramms ‚Quartiersentwicklung’ über diese weitere Auszeichnung“, stellte Bürgermeister Burger bei der feierlichen Prämierung in Mannheim fest und erklärte weiter: „Unser Ziel ist es letztlich den Bürgern mitten in der Stadt Gelegenheit zum sozialen Miteinander ,im Quartier entlang der Morre’ zu geben.“

Logische Weiterentwicklung

Über die Jahre betrachtet ist das „Grüne Band“ eine logische Weiterentwicklung des Managementverfahrens „Demografie“, mit dem schon 2013 die Auswirkungen des demografischen Wandels für die Stadt Buchen und das Gemeinwesen in den Blick genommen wurden. In aktiver Mitarbeit der Bürgerschaft wurde ein Handlungskonzept erarbeitet, das der Gemeinderat 2015 einstimmig beschlossen hat. Zentraler Kristallisationspunkt dieser Maßnahmen ist das zukünftige Mehrgenerationenhaus in der Hollergasse. Es soll barrierefrei umgebaut und Anlaufstelle „Marktplatz“ für Alt und Jung werden.

Weitere Morreabschnitte werden im nächsten Jahr im Zuge einer Hochwasserschutzmaßnahme für den Lohplatz renaturiert, die provisorische Fußgängerbrücke wird entfernt und ein barrierefreier Übergang mit Zugang zur Innenstadt geschaffen.

Ein weiterer Anknüpfungspunkt ist auch das Erholungswaldkonzept, welches im nächsten Jahr umgesetzt wird. Der Wald gewinnt für die aktive Erholung immer mehr an Bedeutung, in diesem Sinne wurde für den Bereich Großes und Kleines Roth des Stadtwalds Buchen ein Erholungswaldkonzept erstellt. Es schließt die Lücke zwischen Hollersee und der „alla-hopp!“-Anlage. „Wir können den Bogen des ,Grünen Bandes’, welches vom Hasenwald entlang der Morre bis zur ,alla hopp!’-Anlage teilweise bereits realisiert beziehungsweise geplant ist, nun mit dem Erholungswaldkonzept weiter spannen. Durch den Waldlehr- und Erlebnispfad wird eine attraktive Fortsetzung bis zum Hollersee geschaffen“, erläuterte Bürgermeister Roland Burger im Rahmen des Preisverleihung.

Vorbildliche Landschaftsprojekte

Im Wettbewerb „Landschaft in Bewegung“ prämiert der Verband Region Rhein-Neckar seit 2010 alle zwei Jahre vorbildliche Landschaftsprojekte von Städten und Gemeinden. Eine Fachjury bewertet dabei sowohl die Kreativität, den regionalen Mehrwert als auch das partnerschaftliche Miteinander bei der Konzeption und Umsetzung. Das Projekt in Buchen vereint laut Jury all diese Gesichtspunkte. Bürgermeister Roland Burger und die Fachdienstleiterin Stadtmarketing, Sarah Wörz, sowie Fachdienstleiter Tiefbau Stefan Müller, vom Fachbereich Technische Dienste nahmen die Auszeichnung in Mannheim mit berechtigtem Stolz entgegen.

Auch für die Verwendung des Preisgeldes gibt es bereits neue Ideen: „Wir überlegen, so Bürgermeister Burger, einen Wasserspielplatz für Kleinkinder in unmittelbarer Nähe zur ,alla hopp!’-Anlage zu schaffen“.