Buchen

Katholischer Kirchenchor feierte Cäcilienverein Hainstadt blickte auf 85-jähriges Bestehen zurück / Kirchenmusikalische Andacht mit Ehrung verdienter Sänger

Neues geistliches Liedgut kam bestens an

Archivartikel

Zum 85-jährigen Bestehen des katholischen Kirchenchors Hainstadt stand die Kirchenmusik am Wochenende ganz im Vordergrund.

Hainstadt. Für die Feierlichkeiten hatte man sich ganz bewusst den St. Anna-Tag ausgewählt, um die Ortspatronin und die 14 Nothelfer zu ehren. Bereits am Morgen beim Festgottesdienst, zelebriert von Präses Dekan Johannes Balbach, bereicherten die Sängerinnen und Sänger des Kirchenchors die Liturgie auf ansprechende Weise wie auch anschließend bei der von Diakon Gerhard Gramlich geleiteten Anna-Prozession durch die Straßen der Gemeinde.

Weiterer Höhepunkt des Tages war die kirchenmusikalische Andacht zu Ehren der 14 Nothelfer am Nachmittag in der Kirche St. Magnus. Hier wirkten die vier befreundeten Kirchenchöre der Seelsorgeeinheit mit. Sie beeindruckten vor allem durch das präsentierte neue geistliche Liedgut, das mit Beifall aufgenommen wurde.

Alle Chöre stimmten zu Beginn gemeinsam „Nun jaucht dem Herren alle Welt“ an, ehe der Kirchenchor Buchen unter der Leitung von Horst Berger „For the beauty oft the earth“ erklingen ließ. Der Cäcilienverein aus Hollerbach/Oberneudorf mit Jochen Schwab wusste mit dem Eigenarrangement „Heiliger Wendelin“ zu gefallen.

Die Sängerinnen und Sänger aus Heidersbach unter Stefan Müller hatten sich „Gelobt sei mein Schöpfer ausgesucht“, während der gastgebende Chor aus Hainstadt mit „Alle Dinge dieser Welt“ auftrat. Stimmgewaltig ließen alle Chöre am Schluss „Herr, gib’ uns Kraft“ und „Ubi Caritas“ ertönen.

Zwischen den Liedern sprachen Diakon Gerhard Gramlich sowie Mesner Winfried Balles Gebete und Fürbitten zu den 14 Nothelfern. Kirchenchor-Vorsitzender Bernd Rathmann beleuchtete die Bedeutung des kirchlichen Chorgesangs, der oft auch Opfer von den Sängerinnen und Sängern abverlange. Umso mehr sei deren Engagement zu würdigen, für das Bernd Rathmann den Chormitgliedern seinen Dank aussprach.

Aufgaben werden erfüllt

„Beständigkeit und Treue sind Markenzeichen für den Dienst an der Musica Sacra“, so leitete Rathmann zu den Ehrungen über. Auch wenn der Kirchenchor Hainstadt eine kleine Chorgemeinschaft sei, so werde sie auch im 85. Jahr ihres Bestehens den gestellten Aufgaben gerecht.

Bernd Rathmann ehrte zusammen mit seiner Stellvertreterin Martha Dosch und Präses Dekan Johannes Balbach Käthe Andres und Notenwartin Anette Münch für 15 Jahre aktives Singen. 25 Jahre dabei sind Maria Ullrich, Chorleiter Magnus Balles sowie Peter Balles. Sie erhielten die Urkunde des Hainstadter Chores und die des Diözesanverbandes der Cäcilienvereine.

Der Sänger und Organist Joachim Henk ist schon seit 30 Jahren treues Mitglied im Kirchenchor. Für ihr 50 Jahre währendes Engagement wurde die begeisterte Sängerin Gisela Henk geehrt und mit der Urkunde des Erzbischofs Stephan Burger ausgezeichnet. 55 Jahre im Dienst an der Musica Sacra steht Bertram Balles. Gleichzeitig wurde die langjährige Schriftführerin Claudia Assimus aus dem Kreis der Chormitglieder verabschiedet. Sie legt das Amt aus Zeitgründen nieder.

Die Seele nach außen kehren

Mit den Worten „Wer singt, betet doppelt“ gratulierte Dekan Balbach dem Kirchenchor zum 85. Geburtstag. Er freute sich darüber, dass die Chormitglieder mit ihrem Gesang auch ein Stück ihrer Seele nach außen kehren und stets die Feier der Liturgie verschönten.

Im Namen der befreundeten Kirchenchöre aus der Seelsorgeeinheit Buchen sprach Susanne Knapp (Heidersbach) Glückwünsche aus und überreichte ein Geschenk. Sie wünschte dem Geburtstagskind vor allem Nachwuchssänger.

Den ganzen Tag über herrschte reger Festbetrieb in und um die Pfarrscheuer. Gegen Abend trat der Singkreis Franziskus mit dem Musical „Babel Plamabel“ unter Leitung von Magnus Balles in der Kirche auf und setzte einen gelungenen Schlusspunkt unter die Feiern des Cäcilienvereins Hainstadt.