Buchen

Leserbrief Zum neuen Müllsystem in Buchen

Nicht bis zum Ende durchdacht

Wer heute in Buchen ein Gespräch beginnen möchte, muss neben dem Wetter nur das neue Müllsystem ansprechen, und er wird eine Menge Unzufriedenheit mitbekommen.

Wir zum Beispiel hatten Enkel im Windelalter zu Besuch. Es ist unbeschreiblich, welcher Gestank nach fast zwei Wochen aus dem Störstoffsack kam, auch wenn dieser in einer „kühlen“ Garage aufbewahrt wurde – ganz zu schweigen von den ekligen Maden. Was machen eigentlich Eltern, die diesen erstmal in der Wohnung aufbewahren müssen, bis die Müllabfuhr kommt? Und was mutet man den Müllarbeitern zu? Der an sich gute Plan, den Biomüll wieder zu verwerten, ist wohl nicht bis zum Ende durchdacht. Was macht es ferner für einen Sinn, den Müll in diesen Plastikbeuteln einzusammeln, für deren Herstellung auch wieder Rohstoffe verbraucht werden?

Einerseits versucht man zurecht, Plastiktüten abzuschaffen, und hier werden sie wieder eingeführt. Auch der Hinweis, den Biomüll dick in Zeitungspapier einzuwickeln, hilft nicht gegen Gestank und Maden, zumal nur noch wenige aus der Bevölkerung eine Papierzeitung abonniert und so die dafür notwendige Papiermenge zur Verfügung haben.

Auf einen Gartenkompost kommen gar keine Essensabfälle, um dieses Problem zu vermeiden. Es sind wohl noch einige Nachbesserungen notwendig, damit die Mülltrennung für alle zufriedenstellend durchgeführt werden kann.

Eva Spannagel, Buchen