Buchen

Heimatverein Hettingen Auf Tour im nordbayerischen Sömmersdorf

Passionsspiel beeindruckte

Archivartikel

Hettingen.Die Ausflüge des Hettinger Heimatvereins im Jahr sind immer ein Höhepunkt der Vereinsarbeit. Viele Mal fuhr der Heimatverein, in den 1970 er Jahren war es normal, dass immer zwei Busse fuhren, in die nähere und auch weiter Umgebung, um Land und Leute kennen zu lernen.

Für das Jubiläumsjahr hatte man ein besonderes Schmankerl ausgewählt: den fränkischen, westlich von Schweinfurt gelegenen Passionsspielort Sömmersdorf, der nun seit 1933 die Leidensgeschichte Jesu aufführt. In dieser kleinen Gemeinde, ein Teilort von Euersbach mit 700 Einwohnern stecken weit über 300 Personen aller Altersgruppen in Kostümen auf der Bühne, und ein großer unsichtbarer Helferstab von über 100 Personen sorgt für ein reibungslosen Ablauf des Passionsspiel.

An den Versorgungsständen mit jüdischen Gerichten vorbei, kommt man an die, seit diesem Jahr völlig überdachte Zuschauerarena mit 2000 Sitzplätzen, wobei dann sofort das neu geschaffene Bühnenbild „Neues Jerusalem“ ins Auge sticht. Dank sehr frühzeitiger Bestellung konnte der Heimatverein 100 Karten im Rang eins erwerben, so dass die Hettinger Reisegesellschaft sehr nahe der Bühne das Geschehen verfolgen konnte. Das weit über drei Stunden dauernde Passionsspiel begann mit einer Schulklasse, der die Lehrerin in Jerusalem die Leidensgeschichte Jesu erklärte, die dann sehr lebendig mit viel Hingabe und Leidenschaft von den Laiendarstellern dargeboten wurde. Ohne die Leistungen der anderen Darsteller zu schmälern muss doch die herausragende darstellende Verkörperung von Jesus, des Hohenpriesters Kajaphas, des Judas Iskariot hervorgehoben werden. In 20 Bildern wurde die Leidensgeschichte Jesus dargeboten, die sehr viele Zuschauer stark berührte. Mit frenetischem Beifall und stehenden Ovationen bedankten sich die Zuschauer für diese großartige Leistung der Laienspieler dieser agilen Dorfgemeinschaft Sömmersdorf.

Die 100 Personen zählende Reisegruppe des Hettinger Heimatvereins, an der auch Interessenten aus Rinschheim, Buchen, Tauberbischofsheim und sogar aus dem hessischen Heppenheim teilnahmen, besuchte am Morgen ihren priesterlichen Landsmann Karmetlitenpater Michael Jakel in Würzburg der mit der Reisegruppe in seiner Klosterkirche (Reurerkirche)den Gottesdienst feierte und anschließend die Geschichte das Gotteshauses kurz erklärte. KM