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„Help! Festival“ auf dem Lausenberg Veranstalter zogen ein positives Fazit / Über 2000 Zuschauer / Bands spielten für einen guten Zweck

Premiere aus dem Vorjahr getoppt

Archivartikel

Mit viel Energie und Stimmung begeisterten die Bands beim „Help! Festival“ die Zuschauer auf dem Lausenberg in Rinschheim.

Götzingen/Rinschheim. Rund 2000 Musikfans aller Altersstufen hatten am vergangenen Wochenende das Limes-Areal auf dem Lausenberg in Rinschheim, neuerdings zum Festival-Mekka des Baulands avanciert, als Ziel angesteuert. Und da hatten sie wirklich gut und richtig gewählt, denn das „Help! Festival 2018“ des Kinderhilfe-Vereins „Help! Sommermärchen-Team“ toppte die sehr erfolgreiche Open-Air-Premiere aus dem Vorjahr nochmals. Nicht nur, dass sich die Hoffnungen der Besucher und Veranstalter auf herrliches Sommerwetter erfüllte, auch das Programm mit der abwechslungsreichen Musik der Bands überzeugte die Zuschauer.

Der Funke sprang über

Die Energie und Begeisterung der Interpreten war spürbar und sprang von der riesigen Bühne immer wieder auf das Publikum über. Das geschickt zusammengestellte Programm nahm die Musikfreunde gefangen und gestaltete sich auch als Werbung für die Rockmusik der 80er und 90er Jahre. Kaum überraschend also, dass die Bands und Sänger die zwei Festivaltage ebenso positiv bilanzierten wie die Veranstalter, ganz zu schweigen von den Besuchern. Aus deren Kreisen fielen Resümees wie „Unvergessliches Erlebnis“, „Wunderbarer Musikgenuss!“ oder „Wer nicht hier war, hat wirklich was versäumt!“. Das Event auf dem Areal, bei herrlichen Sonnenschein oder in romantischer Nachstimmung von Bäumen umsäumt, hatte also die Erwartungen erfüllt.

Besonders erfreut zeigt sich der Veranstalter auch darüber, dass beide Tage völlig problemlos verliefen und dass es trotz des regen Betriebs keinerlei Ausschreitungen zu verzeichnen gab. Zahlreiche Besucher nutzen gar die Gelegenheit, unmittelbar neben dem Festival-Areal im Zelt oder im Wohnwagen zu nächtigen und ein verlängertes Wochenende zu verbringen.

Auf Initiative der beteiligten Bands wurde eine der typischen „Sommermärchen-Tonnen“ mit den Autogrammen aller beteiligten Musiker zugunsten des Hilfsfonds für die schwer erkrankte Luisa aus Hettingen versteigert. Im Anschluss daran erfuhr das Event einen ergreifenden und emotionalen Höhepunkt, als „Black Shuck“ im Namen aller Bands um 24 Uhr als musikalischen Gruß an Luisa nach Heidelberg den Song „Don’t stop Believin“ der amerikanischen Rockband „Journey“ intonierte, mitgesungen von den Besuchern und begleitet von unzähligen Handyleuchten und Feuerzeugflammen.

Den Part des Openers am Freitag hatte die Band „NAZCA“ aus Hardheim übernommen, die mit ihren Rock-Eigenkreationen, teils kombiniert mit Jazz, und damit ihrem alternativen Stil zu überzeugen wusste. Danach zogen „The Bricks“ aus Buchen, die erstmals beim Festival mit von der Partie waren, in gewohnter Manier mit ihren Liedvorträgen in Rock und Pop von den Beatles bis AC/DC das Publikum in ihren Bann. Bei der Festival-Premiere 2017 als Opener mit im Boot avancierte „Until Riot“ (Unterschefflenz) zum Headliner des ersten Tages. Dabei überzeugte die Band mit ihrem jugendlich unbekümmerten Elan und sorgte mit ihren Rock- und Punkbeiträgen insbesondere bei der jungen Festival-Gemeinde für einen stimmungsvollen Tagesausklang.

Evergreens und „Special Guests“

Noch stärker war der Besucherandrang am zweiten Festivaltag. „Grandma’s Nightmare“ (Buchen/Walldürn), die sich durch das Festival 2017 zur Gründung ihrer Band animiert fühlten, gestalteten mit ihrer Premiere gelungen das Opening. Mit ihren auf ganz eigene Art dargebotenen Pop- und Rock-Evergreens aus den letzten 30 Jahren zogen sie die Zuhörer schnell in ihren Bann. Als „Special-Guests“ ließen Alexa Graser (Altheim) und Alina Stumpf (Walldürn) ihren ansprechenden Gesang mit Gitarrenbegleitung als interessante Variante und kleine Anleihe ans Woodstock-Feeling ins Programm einfließen. Für eine weitere gelungene Abwechslung sorgten durch ansprechende Unterhaltungsmusik, gepaart mit reizvollen Rockelementen, „Akkordeana & HammersBold“. Mit spielerischer Leichtigkeit und in gewohnter Manier präsentierte anschließend „HammersBold“ spannende Eigeninterpretationen an Covermusik aus dem Rockbereich. Den für die 80er und 90er Jahre so typischen Classic-Rock rief „Black Shuck“ aus Walldürn in Erinnerung. Der Band gelang es, innerhalb kürzester Zeit das gesamte Areal bis zum „Sieden“ aufzuheizen. Für einen überzeugenden und hammerharten Ausklang des zweiten Festival-Tages sorgte schließlich die Band „Bullets“. Mit ihren Liedern versetzten sie vor allem eingefleischte Heavy-Metal-Fans in Ekstase und hämmerten ihre Songs regelrecht in die Sommernacht hinaus.

Die beiden Moderatoren Thomas Apiarius und Thilo Jaufmann begleiteten die Festival-Besucher durch das Wochenende, vermittelten ihnen viele Hintergründe zu den Bands und den Musikstücken. Gleichzeitig dankten sie den Helfern, Zuschauern sowie den Bands und Interpreten, durch deren gagenfreien Auftritt die Basis gelegt wurde für den Ertrag, der restlos Hilfsorganisationen für benachteiligte Kinder und Jugendliche zugutekommt.