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„Bollesedooch“ Rinschheim feiert das Fest seiner Kirchenpatrone Hippolyt und Kassian

Prozession und Pferdesegnung am Sonntag

Archivartikel

Rinschheim.Die Namenspatrone einer Pfarrkirche sind gleichzeitig auch die Namensgeber einer Pfarrgemeinde. Dieses Fest auch Patrozinium genannt, ist neben den Hoch- Marien- und Heiligenfesten im Laufe des Kirchenjahres, das Fest erster Ordnung einer Pfarrgemeinde, mit der sich die Gläubigen sehr identifizieren.

Wenn nun am Sonntag die Rinschheimer Pfarrgemeinde den Tag ihrer Kirchenpatrone Hippolyt und Kassian festlich begeht, kommen wieder viele auswärts wohnende Rinschheimer in die Heimat, um diesen Namenstag, der in Rinschheim als „Bollesedooch“ bezeichnet wird, mit zu feiern. Schon weit über 400 Jahren feierte die Filialgemeinde Rinschheim dieses Fest als großen Freudentag in besonderer Weise.

Der hl. Hipolytus, der römischer Offizier war und Christ wurde, erlitt 235 nach Christus auf Sardinien den Märtyrertod und soll der Legende nach bei lebendigen Leibe von Pferden zerrissen worden sein, während der hl. Kassian, Bischof von Säben, um 304 nach Christus durch spitze Eisengriffel zu Tode kam. Die Gedenktage der beiden Namenspatrone sind beide am 13. August und wurden dementsprechend am darauffolgenden Sonntag gefeiert. Dem heutigen Priestermangel geschuldet ist der Festgottesdienst mit Prozession und anschließender Pferdesegnung bereits am Sonntag, 29. Juli, um 9 Uhr im Gemeindehaus in Rinschheim, denn die Pfarrkirche wird derzeit restauriert. KM