Buchen

Abteilungswehr Heidersbach Neues Domizil bezogen / Matthias Eichhorn für 25-jährige Treue, Bruno Müller und Berthold Schulz für 60 Jahre Feuerwehr geehrt

Sparkassen-Wegzug löste die Raumnot

Heidersbach.Arbeitsreich war das abgelaufene Geschäftsjahr für die Mitglieder der Heidersbacher Abteilungswehr, die in den vergangenen zwölf Monaten neben drei Einsätzen und den routinemäßigen Monatsübungen auch über 600 freiwillige Arbeitsstunden in ihrem neuen Domizil zu bewältigen hatten. Kommandant Matthias Eichhorn engagiert sich seit mittlerweile 25 Jahren bei den Floriansjüngern, Bruno Müller und Berthold Schulz bringen es auf stolze 60 Jahre und wurden bei der Jahreshauptversammlung entsprechend ausgezeichnet.

Mitte April fertiggestellt

„Wir haben uns im letzten Berichtsjahr mit dem Um- und Ausbau der ehemaligen Sparkassenfiliale ein regelrechtes Schmuckstück geschaffen, auf dass wir zurecht stolz sein dürfen und dass den Dienst in der Feuerwehr durchaus attraktiver macht“, begann Kommandant Eichhorn seinen Jahresbericht. Nachdem sich die Sparkasse aus Heidersbach verabschiedet hatte, wurde das freigewordene Gebäude durch die Gemeinde erworben. Da die Abteilungswehr schon seit längerer Zeit unter Raumnot litt, bot es sich an, die Räumlichkeiten für die Wehr zu nutzen. Nach 30 Arbeitseinsätzen, in denen über 600 ehrenamtliche Arbeitsstunden geleistet wurden, wurden Mitte April die neuen Räume bezogen.

Darüber hinaus bauten findige Wehrmänner einen Schlauchwagen, auf dem künftig mehr als 300 Meter gekoppelte B-Schläuche zur Verfügung stehen. Kommandant Eichhorn dankte in diesem Zusammenhang allen freiwilligen Helfern für ihren Einsatz, der Gemeindeverwaltung mit Altbürgermeister Bruno Stipp und Kämmerer Klaus Rhein sowie Gesamtkommandant Karl Wedel für die kurzen Dienstwege. Ein besonderer Dank galt Ortsvorsteher Alois Hemberger für die Verhandlungsführung bei der Raumverteilung.

Drei Fehlalarme

Dass neben den umfangreichen Baumaßnahmen das Alltagsgeschäft nicht vernachlässigt wurde, war dem Bericht von Schriftführer David Schulz zu entnehmen. Demnach wurde die Wehr zu drei Einsätzen gerufen, die sich vor Ort glücklicherweise alle als Fehlalarme entpuppten. Die Einsatzbereitschaft wurde im Rahmen der zwölf durchgeführten Monatsübungen erhalten und vertieft.

Dazu kamen eine Gesamtübung mit allen Wehren der Gemeinde sowie eine Übung des neu eingerichteten Ausrückebereichs Ost, dem die Wehren aus Laudenberg, Limbach, Scheringen und Heidersbach angehören. Einige Mitglieder besuchten darüber hinaus überörtliche Lehrgänge.

Im Laufe des Jahres hatte man mit Andreas Olf einen Abgang zu verzeichnen. Aktuell habe man 27 Mitglieder, 19 Mann in der Einsatzabteilung und acht Kameraden in der Altersabteilung. Die Tagesstärke bestehe derzeit aus drei bis fünf Einsatzkräften. Erfreulicherweise absolvieren derzeit fünf Kinder und Jugendliche Dienst in der Jugendfeuerwehr, die in Limbach ausgebildet werden.

Selbstständigkeit hervorgehoben

In ihren Grußworten würdigten der stellvertretende Kreisbrandmeister Frank Fischer, Bürgermeister Thorsten Weber, Altbürgermeister Bruno Stipp, Ortsvorsteher Alois Hemberger, der stellvertretende Gesamtkommandant der Gemeinde Limbach Josef Bangert sowie der Vorsitzende des Fördervereins „Hällele“ Werner Gellner unisono die Leistungen der Feuerwehrkameraden zum Wohle der Allgemeinheit. Nach wie vor seien selbstständige Ortsteilwehren wichtig für die Schlagkraft vor Ort. Verbunden damit seien eine gute Ausrüstung und Ausbildung sowie gemeinsame Übungen. Alle hatten Glückwünsche für den gelungenen Umbau im Gepäck und freuten sich über die fünf Nachwuchskräfte bei der Jugendwehr.

Drei Auszeichnungen

Bei den turnusmäßig angestandenen Neuwahlen wurden Rüdiger Schuch zum Kassier sowie Thomas Wollner und Sascha Hess zu Kassenprüfern bestellt. Zum Abschluss der Versammlung ehrten Frank Fischer und Thorsten Weber Matthias Eichhorn für seine 25-jährige Zugehörigkeit zur Wehr mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Silber. Seit 1992 habe er verschiedene Lehrgänge absolviert und seit 2003 bekleide er das Amt des Kommandanten. Die Abteilung habe sich in dieser Zeit hervorragend entwickelt und darüber hinaus auch verjüngt, betonten Fischer und Weber. Seine Markenzeichen seien seine Kompetenz und seine geradlinige Amtsführung. In einem weiteren Ehrungsblock erfuhren Bruno Müller und Berthold Schulz eine Ehrung für ihre 60-jährige Mitgliedschaft bei den Floriansjüngern und schließlich erhielten die an den Umbauarbeiten beteiligten „Nichtfeuerwehrleute“ Norbert Blatz, Manfred Münch und Ralf Wursthorn eine kleine Aufmerksamkeit, ehe die harmonische Versammlung mit einem gemeinsamen Essen beendet wurde. von