Buchen

In Hainstadt Gläubige ziehen am Sonntag durch die Straßen

St. Magnus wird gefeiert

Archivartikel

Hainstadt.Die Pfarrgemeinde Hainstadt – übrigens die Einzige in der Erzdiözese Freiburg, die den Heiligen Magnus als Patron erwählt hat – feiert ihren Pfarrpatron am Sonntag, 9. September, um 9 Uhr mit einem Festgottesdienst, der von Kaplan Julian Donner zelebriert wird; nach dem Gottesdienst ziehen die Gläubigen unter den Klängen der Musikkapelle und in Begleitung durch die Vereine und Abordnungen mit dem Allerheiligsten durch die Straßen und erbitten nach der Rückkehr in die Kirche auf die Fürsprache ihres Pfarrpatrons den Segen für sich und für die ganze Gemeinde.

Der Heilige Magnus wird zusammen mit dem Heiligen Gallus sowie dem Heiligen Kolumban als einer der drei Apostel des Allgäus bezeichnet, lebte aber rund 100 Jahre später als die Genannten. Im Jahre 699 in einem rätoromanischen Geschlecht geboren trug er ursprünglich den Namen Maginold. Später wurde daraus „Magnus“, was übersetzt „der Große“ bedeutet. Magnus trat ins Kloster St. Gallen (Schweiz) ein. Als aber der Bischof von Augsburg zur Missionierung des oberen Lechtals aufrief, machte er sich mit einigen Gefährten auf den Weg. Dort, wo heute Füssen liegt, baute er sich unmittelbar am Lech eine Klause. Die Nachricht von ihm reichte weit ins Land hinein und der Zulauf war groß. So entstand durch Schenkungen und mit Unterstützung durch Pippin, dem Jüngeren, das damalige Benediktiner-Kloster St. Mang in Füssen. Magnus starb am 6. September 756. Der Legende nach hat der Hl. Magnus einen Drachen bezwungen, der sich ihm in den Weg stellte. Auch habe er durch die Kraft des Kreuzes „giftiges Gewürm“ getilgt. Darum wird er oft zusammen mit einem Drachen dargestellt. wib