Buchen

"Gnadenbrotpferde"

Tierschutzverein will Pferden helfen

Buchen.Der "Tierschutzverein Buchen und Umgebung" weist auf seiner Facebook-Seite darauf hin, dass seit geraumer Zeit im Altkreis Buchen vermehrt ältere Pferde (Gnadenbrotpferde), mit Schutzvertrag im Namen des Tierschutzvereins in Obhut genommen würden. "Dabei handelt es sich aber nicht um Mitglieder unseres Vereins - zum Teil verschwinden die entgegengenommenen Pferde trotz einer bestehenden Klausel im Schutzvertrag oder werden eventuell auch der Schlachtung zugeführt", so der Tierschutzverein. Das Veterinäramt sei verständigt worden. Betroffene Pferdebesitzer können sich mit dem "Tierschutzverein Buchen und Umgebung" in Verbindung setzen (E-Mail: noe@tierschutz-buchen.de). Hauptziel des Vereins sei es, den Pferden zu helfen.

Beim Fachdienst Veterinärwesen des Landratsamtes seien Hinweise über Handel mit sogenannten "Gnadenbrotpferden" eingegangen, wie gestern Jan Egenberger, Stabsstelle Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit beim Landratsamt Neckar-Odenwald-Kreis, den FN bestätigte. "Derzeit wird geprüft, ob sich aus diesen Informationen auch Hinweise auf veterinärrechtliche Verstöße ergeben, die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen", so Egenberger. Generell sei jedoch ein Verkauf von beziehungsweise Handel mit solchen Pferden auch zum Zwecke der Schlachtung zulässig, sofern tierseuchenrechtliche und tierschutzrechtliche Vorschriften eingehalten werden und unter Beachtung des Lebensmittelrechts. Die jeweils den Käufen zugrunde liegenden, zivilrechtlichen Verträge oder Abmachungen seien von den Vertragsparteien durchzusetzen, das Veterinäramt habe hier keinen Überwachungsauftrag. Zugelassene Schlachtstätten für Pferde gebe es im Kreisgebiet derzeit nicht.