Buchen

CDU-Frauen-Union des Neckar-Odenwald-Kreises Hauptversammlung in der Neckar-Odenwald-Klinik in Buchen

Vereinbarkeit von Beruf und Familie als Ziel

Buchen.„Dass sich die CDU-Frauen-Union (FU) des Neckar-Odenwald-Kreises für ihre Hauptversammlung die Neckar-Odenwald-Klinik in Buchen ausgesucht hat, dafür gibt es mindestens drei gute Gründe.“ Mit diesen Worten eröffnete die FU-Kreisvorsitzende Margaret Horb die Sitzung, in der auch Neuwahlen durchgeführt wurden. Man wolle stark für die Region sein und die Zukunft gestalten für den Landkreis. „Und die Menschen sollen im Mittelpunkt stehen, hier in den Kliniken und in unserer Politik“, sagte die Politikerin.

Notfallversorgung als Thema

Wie wichtig und notwendiges es im Krankenhaus wie in der Politik sei, „ruhig Blut“ zu bewahren, scheine aber nicht jedem in der Politik bewusst zu sein, so Horb. Daher auch der Titel der Hauptversammlung „Ruhig Blut“ über die Notfallversorgung im Neckar-Odenwald, die der ärztliche Direktor und leitende Notarzt Chefarzt Dr. Harald Genzwürker in seinem Referat darstellte. Außer den Frauen lauschten ihm zahlreiche Ehrengäste, darunter der baden-württembergische Minister für den ländlichen Raum, Peter Hauk, der Bundestagsabgeordnete Alois Gerig, die stellvertretende Buchener Bürgermeisterin Ruth Weniger und der Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes Adelsheim, Dr. Dirk Altmeppen.

Turbulente Politik in Berlin

Die Bedeutung der engen Verbundenheit der Bürger vor Ort, im Land und Bund mit ihren Abgeordneten und Mandatsträgern wurde in den Grußworten von Hauk, Gerig und Genzwürker vermittelt. Gerig fokussierte die turbulente Tagespolitik in Berlin und dankte der Frauen-Union für die stets konstruktive Zusammenarbeit, die er gerade auch in seiner Funktion als Ausschussvorsitzender für Landwirtschaft und ländlichen Raum in Berlin schätze. Hauk skizzierte die Herausforderungen der Landespolitik vor allem in der Bildung, ärztliche Versorgung, Pflege und Wirtschaftspolitik.

Es sei Aufgabe des Staates, Frauen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie während aller Altersstufen ihrer Kinder zu ermöglichen. Daher müsse die Politik vor Ort, in Land und Bund dafür Sorge tragen, dass bei sich ändernden Gesellschaftsformen auch geänderte Rahmenbedingungen greifen. Hauk unterstrich die Notwendigkeit von Frauen in der Politik. Vor dem Hintergrund der Politikbühne Berlin zeige sich, dass Frauen Herausforderungen bewusster, verlässlicher und vertrauensvoller anpackten.

„Poltische Unruhe“

Die Kreisvorsitzende Horb nahm die Grußworte als Steilvorlage und stellte in ihrem Rückblick auf die zweijährige Amtsperiode die „politische Unruhe“ in den Mittelpunkt. „Auch wenn wir im Neckar-Odenwald-Kreis nicht im Paradies leben“, so Horb, „garantieren uns die Rahmenbedingungen im Kreis doch die Sicherheit, die das Leben hier lebenswert macht. Aber um diese Struktur zu erhalten, bedarf es der gemeinsamen Anstrengung und der vertrauensvollen Zusammenarbeit.“

Bei der Bildung und Erziehung engagierten sich FU-Mitglieder seit Jahrzehnten im Jugendhilfeausschuss des Landkreises, aber auch vor Ort in den Schulen und Kitas, so Horb. Mit eigenen Veranstaltungen habe die FU Schwerpunkte gesetzt, sei es zur öffentlichen Infrastruktur, zur Asylthematik, zur Zukunft in und mit Europa oder zum Gesundheitswesen. Im Bereich der ärztlichen Versorgung habe man unter anderem auf Bundesebene notwendige Lösungen im Notfallbereich voranbringen können, die im ländlichen Raum von besonderem Vorteil seien. Aber nicht nur politische Themen bestimmten die Arbeit der CDU-Frauen. So dankte die Kreisvorsitzende in ihrem Rückblick vor allem ihren beiden Vorstandsmitgliedern Edeltraud Neumann und Ursula Staudinger für ihre „hervorragend organisierten Städte-und Musicalreisen im Namen der Frauen Union, die über 1000 Teilnehmerinnen zählten“.

Mit persönlichen Worten dankte sie jedem weiteren Vorstandsmitglied für „einzigartiges Engagement, aber auch für die grandiose Unterstützung, die ich als Vorsitzende erfahren durfte“. Mit würzigen Kräutern und politischem Lesestoff bedankten sich die stellvertretenden Kreisvorsitzenden Marietta Bangert und Monika Maissenhälter bei ihrer Kreisvorsitzenden, die „trotz familiärer Schicksalsschläge wie eine Löwin für die CDU gekämpft“ habe. Nach dem Finanzbericht attestierte Kassenprüferin Petra Kress-Berger eine einwandfreie Kassenführung. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet.

Die von Genzwürker geleiteten Neuwahlen des Kreisvorstandes brachten folgendes Ergebnis: Kreisvorsitzende Margaret Horb (Osterburken), stellvertretende Kreisvorsitzende Marietta Bangert (Limbach), Waltraud Kaiser (Buchen), Monika Maissenhälter (Mosbach), Internetreferentin Michaela Arnold (Mosbach), Finanzreferentin Petra Kress Berger (Adelsheim), Schriftführerin Ursula Staudinger (Neckarzimmern), Jugendreferentin Andrea Bäuerlein (Buchen), Pressereferentin Jutta Gramlich (Adelsheim), Vertreterin des Kreisverbands im Bezirksvorstand der FU Nordbaden Frauke Neugebauer (Hochhausen), Beisitzerinnen Marliese Ackermann (Walldürn), Martina Fischer (Dallau), Ursula Luber (Buchen), Johanna Lüders (Mosbach), Hannelore Neugebauer (Hochhausen), Edeltraud Neumann (Obrigheim), Ursula Schmutz (Seckach), Ines Tungl (Osterburken) und Ruth Weniger (Buchen).