Buchen

Volksbank Franken Vorstandsvorsitzender Klaus Holderbach wurde bei der Jubiläumsveranstaltung zum 150-jährigen Bestehen verabschiedet

Viele lobende Worte für „guten Chef“

Archivartikel

„150 Jahre Volksbank Franken“ wurden am Mittwoch in der Stadthalle gebührend gefeiert. Die Verabschiedung des Vorstandsvorsitzenden Klaus Holderbach war zentraler Teil der Veranstaltung.

Buchen. Stefan Müller-Ruppert, bei den Neujahrsempfängen der Volksbank Franken stets ein Garant für geistreiche Unterhaltung, entführte die Gäste aus Politik, Wirtschaft und dem Bankenwesen am Mittwoch zunächst in die Zeit der genossenschaftlichen Anfänge. Unterstützt wurde er von Mitarbeitern der Volksbank, die für das Bühnenprogramm verantwortlich zeichneten.

„Solidarität für den einzelnen in einer starken und selbstbestimmten Gemeinschaft, das ist die Erfolgsformel für die Volksbank Franken, die in diesem Jahr 150 Jahre jung wird“, hob Aufsichtsratsvorsitzender Michael Eberhard in seiner Begrüßung hervor. Humorvoll blickte im Anschluss der Ehrenvorsitzende des Vorstandes, Gerhard Raab, auf die Anfänge seines Nachfolgers und die Geschichte der Bank. „Klaus Holderbach hat fast ein Drittel der 150-jährigen Geschichte der Volksbank Franken gedient“, hob Raab hervor .

In einer Interviewrunde stellten sich Dr. Andreas Martin, Vorstand des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, Uwe Fröhlich, Co-Vorstandsvorsitzender des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbandes, Landrat Dr. Achim Brötel, Bürgermeister Roland Burger sowie Vorständin Karin Fleischer und Vorstand Rainer Kehl, die nun die Volksbank Franken gleichberechtigt leiten, den Fragen von Friedrich-Wilhelm Raiffeisen, dargestellt von Bereichsleiter Bernhard Kehl. Schon damals habe es laut Dr. Martin fehlendes Vertrauen und Kredithaie gegeben, was letztendlich zur Gründung der Genossenschaftsbanken geführt habe. Vertrauen sei auch heute wichtig – in die Bank, die Menschen und die technischen Systeme. „Noch nie hat ein Sparer bei uns Geld verloren“, stellte Martin heraus. Die Autonomie der Genossenschaftsbank vor Ort bezeichnete Uwe Fröhlich als den wichtigsten Erfolgsfaktor, den man überhaupt in der genossenschaftlichen Gruppe habe. Er wies auch darauf hin, dass Klaus Holderbach in der DZ-Bank-Gruppe wesentliche Aufgaben hatte – als Aufsichtsrat und Geschäftsführer.

Die gemeinsame Genossenschaft „Energie und Umwelt“, die von der Volksbank Franken gemeinsam mit den Volksbanken Mosbach und Main-Tauber mit maßgeblicher Unterstützung von Klaus Holderbach gegründet wurde, beleuchtete Dr. Achim Brötel. „Heute sind wir mit Abstand die größte Energiegenossenschaft in ganz Baden-Württemberg und sogar eine der größten bundesweit“, zeigte sich der Landrat mit der Zusammenarbeit zufrieden. „Er ist geerdet und nah bei den Menschen“, so Bürgermeister Roland Burger über den scheidenden Bankdirektor, der sich auch in Vereinen, im Ortschaftsrat und im Gemeinderat eingebracht habe. Holderbach sei alles andere als ein distinguierter Banker, er sei ein Mitbürger, der auch mit anpacke.

Die Volksbank versorge Firmen und Privatkunden mit durchschnittlich über 130 Millionen Euro an Finanzierungsmitteln und leiste somit einen wichtigen Beitrag für Innovationen, Wachstum und Arbeitsplätze, erklärte Rainer Kehl. Und Karin Fleischer hob hervor, dass bei der Volksbank Franken Leistung belohnt werde, egal ob von Mitarbeitern oder Mitarbeiterinnen erbracht.

Klaus Holderbach ging in seiner Rede auf seinen Werdegang ein und dankte allen Menschen, allen voran seiner Frau Christiane, die ihn unterstützt oder fair mit ihm zusammengearbeitet haben. „Wenn nur ein Teil von dem, was über mich gesagt wurde, stimmt, bin ich hochzufrieden“, gab sich Holderbach bescheiden. Er lobte seine Kollegen für die Gestaltung der Feier. „Die Ideen, die hier eingebracht wurden, sind toll“, so Holderbach. „Ich bin überzeugt, dass wir ein starkes Führungsteam haben, das Lust auf die Zukunft hat“, blickte der scheidende Vorstandsvorsitzende in die Zukunft. Stehende Ovationen gab es von den Gästen, als er das Rednerpult verließ.

„Ausgestattet mit großer Sozialkompetenz und stets loyal mit breitgefächertem Wissen bei verschiedensten Problemstellungen – einfach ein guter Chef“, so beschrieb Johannes Lehrer, Vorsitzender des Betriebsrates, Klaus Holderbach. Zu den Klängen von „Mrs. Robinson“ verabschiedeten sich die Mitarbeiter und überreichten ihm eine „Volksbank“ samt Tisch aus den Werkstätten der Johannes-Diakonie. Und damit es sich Klaus Holderbach mit seiner Familie auch so richtig bequem machen kann, gab es noch ein paar Ruhekissen dazu – mit Volksbanklogo und den Unterschriften aller Mitarbeiter.