Buchen

Kernkraftwerk Obrigheim Material doch zu gefährlich?

Wurde Lieferung abgelehnt?

Archivartikel

Buchen.Laut Arno Scheuermann (Bigmueg) sei von der AWN eine Lieferung aus Obrigheim mit halb befüllten Fässern abgelehnt worden. Er hob die Gefährlichkeit von Tritium, einem Nebenprodukt der Kernspaltung, hervor „Ist das Material doch nicht so ungefährlich?“, fragte der Stadtrat und bat Bürgermeister Roland Burger darum, Erkundigungen bei der AWN einzuholen.

Burger riet jedoch zur direkten Anfrage. Laut seinen Informationen liege der Vorfall schon Wochen zurück. Offenbar sei die EnBW wohl nicht in der Lage, die Qualitätsanforderungen der Anlieferung zu erfüllen. Laut AWN-Pressesprecher Martin Hahn gab es aber gar keine Lieferung. Die letzte offizielle Chargenanmeldung der EnBW ist vom Dezember 2016 (etwa fünf Tonnen Rückbaumaterial). „Seither gab es keine neue Chargenanmeldung. Daraus folgt, dass von der AWN auch keine Anlieferung abgelehnt werden konnte, da auch keine angestanden hatte“, so Hahn. Zwischenzeitlich seien auf dem Deponiegelände der AWN technische Abläufe ohne „richtigen“ Abfall und auch ohne Vertreter der EnBW durchgespielt worden. Auch Fässer könnten ebenfalls Bestandteil von Anlieferungen sein. Wie von der AWN bereits mehrfach mitgeteilt, erfolgen mögliche Anlieferungen vom KWO grundsätzlich auf Grundlage der Handlungsanleitung. Die AWN will die Öffentlichkeit auf dem Laufenden halten. borg