Buchen

Kreistagsfraktion der Freien Wähler in Buchen Künftige Nutzung der Gemeinschaftsunterkunft in der Eberstadter Straße war Thema

Zahl der Parkplätze wird als viel zu gering angesehen

Archivartikel

Buchen.Auf Initiative von Manfred Röckel traf sich die Kreistagsfraktion der Freien Wähler erstmals in der Geschäftsstelle des TSV Buchen zu einer Fraktionssitzung. Nach der Begrüßung durch Fraktionsvorsitzenden Uwe Stadler, der als Gast auch den Kreisverbandsvorsitzenden Bruno Herberich in der Runde willkommen heißen konnte, ging es zunächst um die Berichte aus den verschiedenen Ausschüssen.

Man startete mit dem Ausschuss für Verwaltung und Finanzen, wo unter anderem die künftige Nutzung der Gemeinschaftsunterkunft in der Eberstadter Straße in Buchen (die FN berichteten) auf der Tagesordnung stand. Auch die Freien Wähler heißen die Vorgehensweise gut, jedoch wird die vorgesehene Anzahl an Parkplätzen als viel zu gering angesehen. Im Ausschuss für Gesundheit und Soziales stand die Versorgung pflegebedürftiger Personen nach dem sogennaten Walzbachtaler Modell im Mittelpunkt. Die Freien Wähler sehen dies zwar durchaus positiv, allerdings werden vor allem auf die Kommunen einige organisatorische Aufgaben zukommen. Auch die Einrichtung von Pflegestützpunkten und die Bereitstellung von entsprechendem Vollzeitstellen war ein Thema, was von den Freien Wähler ausdrücklich begrüßt wird – die Eröffnung der Pflegestützpunkte sei überfällig. Hier wurde deshalb also ebenso zugestimmt wie einer vertraglichen Regelung über die Fortführung der Beratungsstellen wegen sexueller Gewalt an Kinder und Jugendlichen durch den Caritasverband und das Diakonische Werk.

Derweil befasste sich der Schul-, Kultur und Partnerschaftsausschuss mit der finanziellen Unterstützung der kommunalen Musikschulen im Kreis, welche gerne gewährt werde. Als große Chance für den Ländlichen Raum sehen die Freien Wähler außerdem die Möglichkeit, an der Zentralgewerbeschule Buchen die zentrale Ausbildungsstelle für angehende Fleischer und Fleischereifachverkäuferinnen für den nordbadischen Raum anzusiedeln. Ernüchterung herrscht dagegen weiterhin im Aufsichtsrat der Neckar-Odenwald-Kliniken, wo sich leider noch immer keine nachhaltige Reduzierung des Defizits und damit des Zuschussbedarfs seitens des Kreises abzeichne. Auch der geplante Umbau am Kreiskrankenhaus Buchen müsse aufgrund der hohen Ausschreibungsergebnisse neu überdacht werden.

Die Restmüllarme Abfallwirtschaft sei bei den Freien Wählern schon in den letzten Monaten und Jahren immer wieder Gegenstand intensiver Debatten gewesen. Letzten Endes habe neben der signifikanten Kostenentwicklung vor allem die geringe Akzeptanz in der Bevölkerung dazu geführt, dass das Müllsystem nun doch dem allgemeinen Standard angepasst werde. Gleichwohl dürfe diese Entwicklung aber nicht zu explodierenden Müllgebühren führen, wenngleich das Preis-Leistungs-Verhältnis bei Betrachtung des Gesamtpakets, welches dem Bürger im Neckar-Odenwald-Kreis geboten wird, schon heute überdurchschnittlich gut sei.

Kreisverbandsvorsitzender Bruno Herberich kam schließlich auf die abgeschlossenen Vorbereitungen zur Kommunalwahl 2019 zu sprechen. Bis zum Wahltag am 26. Mai komme es nun darauf an, mit den Wählern vor Ort durch vielerlei Aktivitäten und Aktionen ins Gespräch zu kommen und auf deren Fragen zu antworten.