Buchen

Auftakt des „Klasse Azubis“-Projektes Schüler der Zentralgewerbeschule Buchen bekamen erste Informationen

Zeit am Handy für die eigene Zukunft

Die Fränkischen Nachrichten starten beim „Klasse Azubis“-Projekt in eine neue Runde. Bei der Auftaktveranstaltung in der ZGB in Buchen wurden den Schülern erste Details vorgestellt.

Buchen. Wovor warnte zuletzt der Weltklimarat? In welchen deutschen Städten soll es Fahrverbote geben? Wie heißt der künftige Rosenberger Bürgermeister? Und welche Bauprojekte stehen demnächst in Buchen an? Diese oder möglicherweise ganz andere Fragen kommen bald auf 17 Schüler der Zentralgewerbeschule Buchen zu.

Die Jugendlichen nehmen in diesem Schuljahr am Projekt „Klasse Azubis“ teil, zu dem es von den Fränkischen Nachrichten bei einer Auftaktveranstaltung vor Ort erste Informationen gab. Unter dem Titel „Klasse Azubis – Kluge Köpfe fördern“ erhalten die Auszubildenden für ein Jahr ein kostenloses Abonnement der Fränkischen Nachrichten und nehmen einmal im Monat an Tests teil. Wobei das Wort „Azubis“ bei den 17 Buchener Schülern nicht ganz passend ist: Die Klasse 2BFs2, unterrichtet von Lehrer Martin Strittmatter, absolviert in der zweijährigen Berufsfachschule ihre Mittlere Reife in den Bereichen Elektro- oder Metalltechnik.

Den Aufbau und Ablauf des Projektes stellte Chefredakteur Dieter Schwab den Jugendlichen kurz vor, ehe bereits erste praktische Erfahrungen gesammelt wurden. Zusammen mit den Schülern installierte Schwab die App der Fränkischen Nachrichten für die Digitale Zeitung auf den Smartphones der Schüler und unterstützte sie bei Problemen. Auch das Quiztool wurde gleich unter die Lupe genommen. Nach einem Eingangstest bekommen die Jugendlichen einmal im Monat Fragen zugeschickt, die sie beantworten müssen, erklärte er. Die Themen stammen aus Politik, Kultur und Vermischtes, Wirtschaft, Sport und dem Lokalbereich. Damit soll die Allgemeinbildung und das Interesse an Medien gestärkt sowie das Textverständnis verbessert werden, so Schwab. Und mit den lokalen Nachrichten wolle man erreichen, dass „junge Leute bei ihren Wurzeln in der Region bleiben und nicht in die Großstädte ziehen“.

Mehrere Berufsschulen

Aus dem Neckar-Odenwald- sowie dem Main-Tauber-Kreis machen mehrere Berufsschulen mit, die beste wird am Ende des Schuljahres ausgezeichnet. Zusätzlich finden noch mit der „Schreibwerkstatt“ und einem Vortrag über „Fake News“ weitere Unterrichtseinheiten in den Klassen statt. „Wir wollen euch animieren, Verantwortung zu übernehmen und ein Bewusstsein für seriöse Nachrichten und die Region zu entwickeln“, richtete sich der FN-Chefredakteur an die Jugendlichen. Es gehe darum, wo und wie man sich informiere und wie man Nachrichten überprüfen könne.

Denn: Die Kommunikations- und Medienkompetenz sorge auch bei den Schülern selbst für eine Weiterentwicklung. „Dieses Thema hat bei der Jobsuche eine große Bedeutung“, meinte Schwab und verwies auf eine von der Bertelsmann-Stiftung in Auftrag gegebene Umfrage unter 2500 Führungskräften. Darin wurde gefragt, welche Qualifikationen besonders wichtig sind. Auf Platz Eins: die Kommunikations- und Medienkompetenz.