Creglingen

Ehemalige Molkerei Landratsamt vermietet Gebäude an die Stadt Creglingen

20 Geflüchtete in der Anschlussunterbringung

Archivartikel

In die ehemalige Creglinger Molkerei sind 20 Geflüchtete eingezogen – das Gebäude dient jetzt der Anschlussunterbringung von Geflüchteten.

Creglingen. Das Gebäude Rothenburger Straße 9 – besser bekannt als ehemalige Molkerei – diente bisher der vorläufigen Unterbringung von Geflüchteten (wir berichteten). Das Landratsamt hat die Immobilie zu diesem Zweck von einem Privatmann angemietet.

Jetzt erfolgte die Nutzungsänderung von der vorläufigen in die Anschlussunterbringung, für die nicht das Landratsamt, sondern die Stadt zuständig ist. Das Landratsamt hat deshalb der Stadt Creglingen angeboten, das Gebäude auf zweieinhalb Jahre an die Kommune unterzuvermieten.

Gestern nun kamen 20 Geflüchtete in Creglingen an. Wie Hauptamtsleiterin Anita Müller am Abend zuvor in der Sitzung des Gemeinderats bekannt gab, handelt es sich dabei um Personen, die bisher in der vorläufigen Unterbringung in Bad Mergentheim oder Tauberbischofsheim gelebt hätten und die sich zum Teil untereinander kennen.

Es handelt sich nach Angaben von Anita Müller hauptsächlich um Einzelpersonen aus Afrika, Iran, Irak und Syrien.

Die Umwandlung des Gebäudes in eine Flüchtlingsunterkunft bedingt eine Neufassung der städtischen Satzung zur Benutzung von Obdachlosen-und Flüchtlingsunterkünften. Diese Satzung stammt aus dem Jahr 2000 und umfasst bislang nur das Gebäude Torstraße 1 als Obdachlosenwohnung. Mit der Satzungsänderung wird nun auch die ehemalige Molkerei mit aufgenommen.

Der Gemeinderat legte auch die Nutzungsgebühr fest. Sie beträgt pro Quadratmeter 16,40 Euro. Diese Miete müssen die Bewohner an die Stadt entrichten.

Bisher leben in Creglingen bereits 22 Geflüchtete in der Anschlussunterbringung. Acht Personen wohnen in einem Haus in der Klingener Straße, sieben in Waldmannshofen in der ehemaligen Schule, und sieben haben eine Mietwohnung gefunden.