Creglingen

Gesundheitspolitik

„Affront gegen den ländlichen Raum“

Creglingen.Ist die Ärzteversorgung im Main-Tauber-Kreis wirklich so gut, wie es kürzlich die Landesregierung dargestellt hat (wir berichteten)? Stadtrat Jürgen Dehner hat da gewaltige Zweifel: „Was da aus Stuttgart kam, ist Schwachsinn“, wählte der Stadtrat deutliche Worte. Die Statistik sei „sinnlos“, meinte Dehner.

Bürgermeister Uwe Hehn sagte, noch gehöre Creglingen hinsichtlich der Ärzteversorgung zu den „glücklichen Gemeinden“. Damit das auch in Zukunft so bleibe, führe er heute bereits Gespräche: „Ich bin dran an der Hausarztversorgung“, versprach der Bürgermeister.

Mit Blick auf die Zukunft kleinerer Krankenhäuser sagte das Stadtoberhaupt, dass die Politik in Berlin und Stuttgart nicht wisse, was ländlicher Raum bedeute. Die Pläne von Gesundheitsminister Spahn bezeichnete Uwe Hehn als „Affront gegen den ländlichen Raum“.

Mit Blick auf die zur Zeit laufende Online-Petition zum Erhalt kleinerer Krankenhäuser appellierte Finsterlohrs Ortsvorsteher Fritz Danner an die Bevölkerung, sich daran zu beteiligen, speziell mit Blick auf das Rothenburger Krankenhaus. „Diese Klinik ist für uns sehr wichtig“.

Die in Creglingen ausliegenden Unterschriftenlisten sind sehr begehrt, wie Anita Bone ausführte. abo