Creglingen

Creglingen Karl Haag mit 4250 Stimmen an der Spitze / Gemeinderat hat fünf Frauen / Zahl der Sitze wieder bei 19

Anette Feidel legte um rund 1000 Stimmen zu

Archivartikel

Creglingen.Der Creglinger Gemeinderat stellt sich in der kommenden Periode wieder in der altgewohnten Anzahl mit 19 Sitzen (2014: 22 Sitze) auf.

Dabei haben die Creglinger Sozialdemokraten (SPD) fünf Sitze (2014: sieben) und die Wählergemeinschaft Creglinger Bürger (WCB) 14 (2014: 15).

Von den Anteilen ändert sich also nicht viel. Die WCB bleibt mit einer Zweidrittel-Mehrheit (28 902 Stimmen, 71,62 Prozent) die stärkere Partei – während die SPD mit 11 452 Stimmen 26,3 Prozent der Stadträte stellt. Was die Menschen hinter den Zahlen angeht, gibt es jedoch so manch neues Gesicht in der Creglinger Kommunalpolitik.

Deutliche Verjüngung

Genauer sind es sieben neue Personen: Rosi Kuhn (SPD), Konrad Bender (WCB), Thomas Dörfler (WCB), Sylvia Thomas (WCB), Alexander Wild (WCB), Friedrich Rahn (WCB) und Walter Guntz (WCB). Bemerkenswert ist, dass „Newcomer“ Thomas Dörfler rund 1500 Stimmen verbuchte.

Die sieben neuen Kandidaten/Gewählten bedeuten auch eine Verjüngung, erklärt Bürgermeister Uwe Hehn im Gespräch mit dieser Zeitung.

Denn einige der alten Gemeindevertreter seien aufgrund ihres Alters nicht mehr angetreten. „Wir haben dieses Mal einen relativ hohen Wechsel“, sagt Hehn.

Nicht mehr mit von der Partie sind Joachim Kästner (WCB), Wilfried Kreinschrodt (WCB), Dietmar Krüger (SPD), Otto Striffler (WCB), Tino Wagner (SPD), Jürgen Baur (WCB), Claus Habel (WCB), Andreas Heinze (SPD) und Wilhelm Hörber (WCB).

Erfreulicherweise verzeichnet Creglingen erneut eine ordentliche Frauenpower. Wurden im Jahr 2014 insgesamt nur drei weibliche Personen in den Gemeinderat gewählt, gibt es nun fünf Stadträtinnen. Die Quote liegt somit bei etwa einem Viertel.

Eine stets wichtige Frage für die fränkische Stadt und seine elf Ortsteile ist, ob wirklich alle adäquat repräsentiert werden? „Sowohl die Kernstadt als auch die Dörfer sind gut vertreten. So wird kein ’Ausspielen’ stattfinden“, stimmt Bürgermeister Hehn positiv und fügt an: „Wenn ich sehe, wer gewonnen hat, kann ich allgemein sagen, dass die Mischung passt.“ Er sei sich sicher, dass die Zusammenarbeit erneut gut verlaufen werde.

Durch die unechte Teilortswahl wird abermals ein Stadtrat pro Teilort ins Rennen geschickt. Im Kernort (vier Stadträte; alle WCB) sowie in neun Dörfern hat die WCB gewonnen – in Reinsbronn und Schmerbach die SPD.

Absolute Spitze

An der absoluten Spitze in puncto Stimmen steht übrigens wieder Karl Haag (4250), der sogar noch einmal um circa 400 zulegte. Damit hat er doppelt so viel Zuspruch wie Stimmen-Vizekönig Rudi Müller (2197), der ungefähr dasselbe Ergebnis wie bei der letzten Wahl erzielte. Auf Platz drei folgt schließlich Ulrich Schönberger (1947).

Anette Feidel (1844) vereinigte im Vergleich zur Vorwahl unglaubliche 1000 weitere Stimmen auf sich. Wieder mit im Creglinger Gemeinderat sind Siegfried Schambortzki, Harald Blumenstock, Daniela Pfeuffer, Erwin Hofmann, Friedrich Hahn, Friedrich Stetter Junior, Ulrich Schönberger sowie Anita Bone-Czerniejewski.