Creglingen

Heute in Waldmannshofen Gerhard und Anni Schmidt feiern Diamantene Hochzeit / Ehrenamtlich engagiertes Paar

Auf der Kirchweih hat es gefunkt

Archivartikel

Waldmannshofen.Das Fest der Diamantenen Hochzeit feiern am heutigen Mittwoch im Creglinger Stadtteil Waldmannshofen Gerhard (83) und Anni Schmidt (83), geborene Hess.

Der in Waldmannshofen zur Welt gekommene Jubilar besuchte zunächst in seiner Heimatgemeinde die Schule, ehe er an die Oberschule Creglingen wechselte. Es folgte im Herbst 1950 eine Lehre zum Zimmermann und anschließend bei der Auber Firma Theuerkaufer eine Umschulung zum Mauerer.

Hart war vor allem die Zeit ab 1963, als er sich in Nürnberg zum Bautechniker weiterbildete. Bei dem Auber Bauunternehmer Eduard Zobel mit 35 Beschäftigten war der Jubilar zehn Jahre Geschäftsführer (1963 bis 1973).

Als Stadtbaumeister tätig

Am 2. Januar 1974 trat Gerhard Schmidt als Technischer Angestellter bei der Stadt Creglingen an, die 1998 als Stadtbaumeister mit dem Beginn des Ruhestandes endete. Ehefrau Anni ging zunächst in ihrer Geburtsstadt Budaörs bei Budapest (Ungarn) in die Schule, ehe sie als Heimatvertriebene im Frühjahr 1946 über das Lager Göppingen in Waldmannshofen ihre neue Heimat fand. Hier war sie in der Landwirtschaft tätig.

Richtig kennen- und lieben gelernt haben sich die flotte Tänzerin und der nicht gerade begeisterte Tänzer auf dem Tanzboden am Kirchweihfest in Waldmannshofen. Am 25. Juli 1958 traten sie dann in Aub in der evangelischen Kirche vor dem Traualtar. Aus der Ehe gehen drei Kinder, sechs Enkel und zwei Urenkel hervor.

1972 konvertierte die Jubilarin zum evangelischen Glauben und war anschließend 28 Jahre als Mesnerin in der Johanniskirche in Waldmannshofen tätig.

Ehemann Gerhard bekleidete auch über Jahrzehnte verschiedene Ehrenämter. So gehörte er von 1971 bis 1999 dem Kirchengemeinderat an und stand zirka 20 Jahre als Laienvorsitzender der evangelischen Kirchengemeinde vor. Der Bezirkssynode gehörte er ebenfalls 20 Jahre an. Dem Waldmannshöfer Männergesangverein stand er von 1981 bis 1995 als Vorsitzender vor.

Beide sind zwar gesundheitlich etwas angeschlagen, doch fühlen sie sich wohl und freuen sich über das Erreichte. Dazu zählen sie auch das 1967 erbaute Wohnhaus gleich neben dem Wasserschloss, in dem sie mit Tochter Michaela wohnen. Aus Dankbarkeit gibt es am kommenden Samstag um 10 Uhr in ihrer Waldmannshöfer Kirche einen Dankgottesdienst. brun