Creglingen

Geburtstag „Macher“ Hubert Kluge wird 70 Jahre alt / Volleyballabteilung des TVC mit aufgebaut

Ehren-Würde für unermüdlichen Einsatz

Archivartikel

Creglingen.Seinen 70. Geburtstag feiert am heutigen Freitag in Creglingen Hubert Kluge. Der in Giengen an der Brenz geborene Jubilar ist vor allem durch sein außergewöhnlich großes ehrenamtliches Engagement weit über den oberen Bezirk hinaus bekannt.

Im April 1973 zog es ihn aus beruflichen Gründen nach Creglingen. Als Hauptschullehrer war er zunächst als Sport- und Deutschlehrer angetreten. Schon in der ersten Woche stand er beim TV Creglingen als Übungsleiter auf der Matte. Das Multitalent, das bald mit Ausnahme von Religion sämtliche Fächer unterrichtete, war im TV genauso willkommen.

Bereits in seiner eigenen Schulzeit hatte er mit Volleyball erste Bekanntschaft gemacht. Mit seinem Kollegen Rudolf Sonnenbichler baute er 1974 die Volleyballabteilung des TV auf.

Nur vier Jahre später trat die Mannschaft erstmals an, um im Folgejahr bei der Deutschen Meisterschaft die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Bald lieferte Creglingen Kaderspieler, es folgten zehn Jahre Bundesliga, die aber letztendlich den Verein überforderten.

Dass Kluge dem Verein in guten und schlechten Zeiten die Stange hielt, hob 2009 bei der Verleihung der Bürgermedaille der damalige Vorsitzende Jiri Kuhn hervor. Die Gründung der Herzsportgruppe im Jahre 1993 begleitete er ebenfalls von Anfang an und erwarb bereits 1996 die nicht einfache Lizenz für deren Leitung.

Zu seinen Ämtern beim TVC zählen Übungs- und Abteilungsleiter ebenso wie Vorstandsämter, Kassenwart oder gar als Vereinsvorstand.Aus Dank und zur Anerkennung verlieh der TV Creglingen dem Idealisten und leuchtenden Vorbild für das Ehrenamt für 40 Jahre Einsatz im Verein die Ehrenmitgliedschaft.

Auf ihn ist stets Verlass

Dass auf den zweifachen Vater auch in Notsituationen Verlass ist, davon profitierte auch die Creglinger Schulsozialarbeit. Er gehörte zu den Initiatoren des Fördervereins „SoFa“. Auch nach der Neuorientierung 2017 unterstützt er als Kassier „Sofa“ weiterhin, denn sein Motto lautet: „Lieber machen als schwätzen“. Das ebenfalls auf seine Initiative gegründete „Betreutes Training“ hat zwischenzeitlich so viel Interessenten, dass es gar eine Warteliste gibt. Offiziell unterrichtete er 38 Jahre lang an der Grund- und Hauptschule des Tauberstädtchens. Da es für ihn „Ohne“ nicht geht und es auch noch viel Freude bereitet, sprang er in den letzten Jahren jeweils für einen Monat als Elternteilzeitvertreter ein und erteilt in Mathematik eine Stunde pro Woche Nachhilfe.

Auch bei „Mitmachen Ehrensache“ (MME) ist er noch heute dabei und hat mit seinem Elan dazu beigetragen, dass seine Schule mehrfach ausgezeichnet wurde.

Zahlreiche Projekte

Als es um das Kommunale Kino ging, gehörte er zu den „Kinoleuten“ der ersten Stunde. Mit Begeisterung berichtet er noch heute vom immensen Aufwand, mit dem das Team sich etwa des 90. Jahrestages des Titanic-Untergangs annahm. Auch dem Gemeinderat gehörte er eine Periode an.

Da er mit seiner Gesundheit sehr zufrieden ist, ist es auch mit sein größter Wunsch, dass möglichst wenige Menschen die Herzsportgruppe brauchen und dass die, die ihr angehören, möglichst viel von der Gruppe profitieren. Zu seinen weiteren Anliegen gehört, dass MME, die Donnerstagsgruppe und die Volleyballabteilung weiter so gut laufen. Hubert Kluge genießt mit Ehefrau Luise, die ihn in seinen Aufgaben stets voll unterstützt, den keineswegs ruhigen Ruhestand und feiert seinen „Runden“ im Familienkreis. Dass er lieber etwas tut, als darüber zu reden, wird auch nach 70 Jahren so bleiben. Den guten Wünschen schließt sich auch die Redaktion der Fränkischen Nachrichten an. brun