Creglingen

Creglingen „Lichtwunder“ in der Herrgottskirche

Ein Effekt, der tiefen Eindruck hinterlässt

Creglingen.Am 15. August ist seit altersher Maria Himmelfahrt. Im Zentrum des Creglinger Altars zeigt der Künstler Tilman Riemenschneider ja auch die Himmelfahrt Mariens. Genau für den jetzigen Standort hat der Künstler das Werk geschaffen. Jedes Jahr – Sonnenschein in den Abendstunden vorausgesetzt – gibt es so am 15. August und Folgetagen das „Lichtwunder“.

Was geschieht? Die Stirnseite nach Westen der von der Familie von Hohenlohe-Brauneck erbauten und 1384 fertig gestellten Kapelle ziert ein gotisches Fenster.

Vom 15. August bis 31. August bilden der abendliche Sonnenstand – zwischen 17 und 18 Uhr – das Fenster und der Bereich der Marienfigur im Altar eine Linie. Man muss wissen, dass die Kirche eigentlich sehr dunkel ist und die künstliche Beleuchtung des Marienaltars wird bei diesem „Lichtwunder“ zurückgefahren. Wenn jetzt ein Lichtstrahl die Marienfigur aus dem Altarumfeld hervorhob, war das damals ein dramatischer Effekt, der Eindruck hinterließ, ein mittelalterliches „Spotlight“ sozusagen. Mancher wird jetzt anführen, dass es unter dem Papst Gregor im 16. Jahrhundert eine Kalenderreform gab, und die weltlichen Festtage haben sich dadurch um ein paar Tage verschoben. Das ist richtig, aber die hier wichtigen Gestirns-Parameter ändern sich so langsam, dass ein paar Tage nicht viel ändern. Am 15. August gibt es ab 17 Uhr eine Andacht zu Maria Himmelfahrt. Vom 15. bis 31. August schließt die Herrgottskirche erst um 18.30 Uhr. Ist der Himmel bewölkt? Wird man etwas sehen? Infos hierzu unter Telefon 07933 / 338. Weitere Infos auf der Homepage „www.herrgottskirche.de“.