Creglingen

Jüdisches Museum NS-Propagandafilm zu sehen

Hitler nahm persönlich Einfluss

Creglinmen.Der nationalsozialistische Propagandafilm „Der ewige Jude“ sticht unter den drei im Jahre 1940 erschienen antisemitischen Filmen des Dritten Reiches hervor. Die vorangegangenen Filme „Jud Süß“ und „Die Rothschilds – Aktien auf Waterloo“ waren Spielfilme und sollten am Beispiel besonders widerwärtiger Juden aus der Vergangenheit Stimmung gegen die deutschen Juden machen. Dieselbe Intention verfolgte auch die Wanderausstellung „Der ewige Jude“, die ab 1937 durch die deutschen Großstädte tourte. Der Film „Der ewige Jude“ versteht sich hingegen als Dokumentarfilm, gedreht vorwiegend in den Ghettos – insbesondere im Ghetto Litzmannstadt – der kurz zuvor von der Wehrmacht eroberten polnischen Gebiete. Im Laufe der Arbeiten an diesem Film des Regisseurs Fritz Hippler radikalisierte sich die Zielsetzung immer weiter. Der Reichsminister für Aufklärung und Propaganda, Josef Goebbels und auch Hitler nahmen mehrfach persönlich Einfluss auf seine Ausgestaltung. Das Jüdische Museum Creglingen zeigt den Film „Der ewige Jude“ am Freitag, 10. Mai um 19.30 Uhr im Jüdischen Museum Creglingen, Badgasse 3. Eine einleitende Einordnung des Materials geht dem Film voraus, im Anschluss besteht die Möglichkeit zur Diskussion. pm