Creglingen

Ab Sonntag, 7. April „Ostergarten“ rund um Oberrimbach / 2017 begaben sich rund 1000 Besucher auf den Weg / Führungen möglich

Jesu Schicksal soll hier spürbar werden

Archivartikel

Die Geschehnisse vom Leiden, Sterben und der Auferstehung von Jesus Christus will der „Ostergarten“ rund um Oberrimbach spürbar machen.

Oberrimbach. Bei einem Spaziergang im Frühjahr 2012 kam der Oberrimbacherin Irmgard Stier-Klein die tolle Idee, zwischen Lichtel und Oberrimbach einen Ostergarten aufzubauen. Im damaligen Kirchengemeinderat Lichtel fand dieser Vorschlag große Zustimmung und so wurde überlegt, wie man ein solches Projekt umsetzen kann.

Der Gedanke war, die Jugend bei diesem besonderen Projekt der Gemeinde mit einzubeziehen. Beim ersten Ostergarten im Jahr 2013 gelang das auch gleich sehr gut. Zum Jahr 2014 fusionierten die drei Kirchengemeinden Finsterlohr, Schmerbach und Lichtel zur „FiSchLi“-Gemeinde.

Dass der Ostergarten in der Region großen Anklang findet, beweist die Besucherzahl 2017. Knapp über 1000 Interessierte besuchten das Projekt in Oberrimbach. Von Anfang an war man sich einig, dass das Konzept nur mit einer Führung attraktiv sein kann. Drei Dutzend Ehrenamtliche, darunter neun Führungspersonen, übernehmen nun die Aufgabe. Gestartet wird an der Bushaltestelle in der Ortsmitte von Oberrimbach. Genau passend zur biblischen Geschichte führt der schmale Weg über eine Treppe nach oben, vergleichbar wie in Jerusalem.

Der rund ein Kilometer lange Rundweg um den „Felsenkeller“ führt an den einzelnen Stationen, die die Helfer in den letzten Wochen aufgebaut haben, vorbei. Dazu gehört zum Beispiel auch ein fest installierter Esel aus Birkenreisig. An jeder Station tragen die ehrenamtlichen Führer Auszüge aus den entsprechenden Bibelstellen vor, um eine gedankliche Verbindung herzustellen.

„Grab“ im alten Eiskeller

Hier sollen die Geschehnisse vom Leiden, Sterben und der Auferstehung Jesu erlebt und spürbar werden. Für das Passahmahl mit Brot und Saft ist eine eigene Hütte aufgebaut. Wenige Meter unter der Bergkuppe stehen drei mehrere Meter hohe Kreuze, die die Kreuzigung symbolisieren.

Das Grab Jesu befindet sich im alten Eiskeller einer Brauerei, der jedoch nicht mehr begehbar ist. Nach etwa 45 Minuten durch die pure Natur ist man wieder in der Ortsmitte zurück. Abgeschlossen wird dieser wohl einmalige Rundgang in der Region in der Emmaus-Stube im Rathaus.

Bei Kaffee und selbst gebackenem Kuchen können sich die Pilger noch gerne über die Eindrücke gedanklich austauschen. Eingeladen zu dieser einzigartigen Tour durch die Bibelgeschichte sind neben Einzelpersonen, Familien und Gruppen auch Kindergärten und Schulen. Je nach Anzahl der Anfragen finden die Führungen ab Sonntag, 7. April, nach einem Familiengottesdienst um 10.30 Uhr in Lichtel bis 28. April, je nach Anmeldungen, täglich statt. Koordiniert werden die Rundgänge von Erna Reimer. Der Eintritt ist frei, Spenden werden jedoch gerne angenommen.