Creglingen

Forstreform Kosten für die Stadt steigen

Kritik an geplanter Regelung

Creglingen.Der Creglinger Gemeinderat hat beschlossen, das Kreisforstamt Main-Tauber-Kreis mit der Weiterführung der forstlichen Betreuung des Stadtwaldes ab 1. Januar 2020 zu beauftragen. Zuvor hatte Forstdirektor Karlheinz Mechler dem Gremium am Dienstag im Romschlössle die Hintergründe der Neuregelung erläutert.

„Jede Reform macht alles teurer“, meinte Creglingens Bürgermeister Uwe Hehn lapidar mit Blick auf die neue Regelung, die zurück geht auf ein seit mehreren Jahren anhängiges Kartellverfahren. Dieses Verfahren hat dazu geführt, dass der öffentliche Forstsektor zum 1. Januar 2020 neu ausgestaltet werden muss. Kennzeichnend ist die vollkommene organisatorische Trennung der Bewirtschaftung des Staatswaldes auf der einen und der Betreuung des Gemeinde- und Privatwaldes auf der anderen Seite. Letztere soll durch die Untere Forstbehörde beim Landratsamt erfolgen. Der Holzverkauf wiederum soll der kommunalen Holzverkaufsstelle des Landratsamtes übertragen werden.

„Für uns wird es teurer, und zwar steigen die Kosten der Beförsterung um 7000 auf 20 000 Euro“ kündigte Uwe Hehn an. Wichtig sei, dass man weitgehend die bekannten Förster – Niels Meffert und Tilman Preuss – behalten könne, so Uwe Hehn.

Karl-Heinz Mechler betonte, dass die Qualität der Bewirtschaftung erhalten bleiben solle. Bei den Stadträten auf Unverständnis stieß die künftige Trennung von Staats- und Stadtwald bei der Betreuung. „Den Borkenkäfer interessiert das überhaupt nicht“, meinte Stadträtin Daniela Pfeuffer, die die geplante Trennung nicht nachvollziehen konnte. Tilmann Preuss sprach von einer „politischen Entscheidung. Das stand im Koalitionsvertrag drin“.

Immerhin: Die Beratung soll auch künftig kostenlos sein.