Creglingen

Konzert des Gesangvereins Reinsbronn Mit Creglinger Schulen und den Posaunenchören Blumweiler-Schmerbach und Finsterlohr kooperiert

Ohrenschmaus von besonderer Güte

Das Adventskonzert des Gesangvereins Eintracht Reinsbronn bot mit rund 75 Mitwirkenden einen vorweihnachtlichen Ohrenschmaus besonderer Güte.

Reinsbronn. Besinnlich, andächtig, still und ruhig – so sollte die Adventszeit eigentlich sein. Doch viel zu oft stehen der Jahresendspurt im betrieblichen Alltag, Weihnachtseinkäufe, Plätzchenbacken und anderweitige familiäre Verpflichtungen diesem Grundgefühl entgegen. Das Adventskonzert des Gesangsvereins und Projektchors Reinsbronn mit stimmlicher Unterstützung eines Kinderchores der Creglinger Schulen sowie den Posaunenchören Schmerbach-Blumweiler-Finsterlohr bot da eine Insel der Auszeit und die Möglichkeit zur Andacht am ersten Advent.

Festlich mutete das große Konzert schon zu Beginn an, Routinier Edgar Habel an der Orgel wurde von Matthias Haas auf der Trompete unterstützt, bevor die „Reinsbronner Eintracht“ mit Unterstützung des Projektchores zu „O komm du Morgenstern“ ansetzte. Die Kinder der Creglinger Schulen hatten gute Fragen an den hektischen Alltag in der Vorweihnachtszeit dabei, bevor sie „Ein frohes Lied singt jeder heut“ und „Ein Licht leuchtet auf in der Dunkelheit“ zum Besten gaben. Die fröhlichen Kinderstimmen mit vielfältiger instrumentaler Begleitung, so Anna Schiebold mit dem Cajon, Lotta Wolfmeyer mit der Querflöte, Petra Bender auf der Flöte und Samira Deppisch am Klavier, waren ein Highlight des Konzertes.

Deutsch und Englisch

Die Adventsveranstaltung wurde begleitet von Lesungen von Pfarrer Matthias Haas, der unter anderem die Verkündigung aus dem Lukasevangelium zitierte. „Höre mich, Gott“ - ein passend gewähltes Stück auf die Worte des Erzengels Gabriel, war ein spannender und herausfordernder Wechsel zwischen Kinderchor, Posaunen und dem Erwachsenenchor – auch für Susanne Habel, die als musikalische Gesamtleiterin des Adventskonzertes wieder einmal gezeigt hatte, welches musikalische und organisatorische Talent in ihr steckt.

Sehr interessant anzuhören war das Lied „Heut ist der Tag der Freude“, die Kinder trugen den englischen Text vor, der Chor der „Eintracht Reinsbronn“ antwortete mit den beschwingt fröhlichen deutschen Zeilen. Besonders lobenswert ist, dass der Kinderchor alle Stücke auswendig zum Besten gab.

Soloauftritt

Aber auch die Erwachsenen haben sich für ihren Chorgesang ein großes Lob verdient, nicht nur für den sehr gelungenen Auftritt „Heiligste Nacht“, ein sehr schönes Lied für einen vierstimmigen Vortrag.

Bekannt sind die Soloauftritte von Sabine Kammleiter, die ihre Stimme beim Stück „Heut ist Weihnachtstag“ hell erklingen ließ. Begleitet wurde sie am Klavier von Edgar Habel. Zum Gesang von „Tochter Zion“ waren alle Gäste eingeladen – und das waren sehr viele: Die vergleichsweise große Reinsbronner Kirche war fast bis auf den letzten Platz besetzt, so bekannt sind die Adventskonzerte der „Eintracht“ mittlerweile. Nun hatte der Posaunenchor „Blumweiler-Schmerbach-Finsterlohr“ seinen großen Auftritt. Mit den Stücken „Hark! The Herald angels sing“, „Mary´s Boy child“, „Feliz Navidad“, „Away in a manger“ sowie „Joy to the word“, die jeweils vorab von der Vorsitzenden des Gesangsvereins Eintracht Reinsbronn, Dorothee Habel erklärt und angekündigt wurden, wurden die Zuhörer so richtig in Weihnachtsstimmung gebracht.

Die Kinder durften anschließend Kerzen in die abgedunkelte Kirche tragen, wo Sabine Kammleiter und Petra Bender das Lied „Am Ende des Tunnels“ solo zum Besten gaben. Nicht nur ein Genuss für die Ohren, sondern auch für ein festliches Weihnachtsgefühl. Dieses Highlight mündete ins Stück „Es werden Wunder wahr“, eine Komposition zwischen Solos, Kinderchor und Gesangsverein, der das nächste Stück „Weihnachtslicht, leuchte weit“ auch auswendig vortrug. Der Posaunenchor beendete ein bezauberndes Adventskonzert mit dem beschwingten Evergreen „Winter –Wunderland“. Leider erwartete die Besucher nach dem Ende des Konzertes kein Schnee, sondern ein – an sich sehr notwendiger – Dauerregen. Man kann es aber auch positiv sehen: Sogar der Himmel war den Tränen der Rührung sehr nah, angesichts eines wunderbaren Adventskonzertes mit einer perfekt abgestimmten Komposition und vielen Highlights.