Creglingen

Kooperation Schule-Wirtschaft Realschüler präsentierten Ergebnisse / Interessante Projekte mitentwickelt und mitgestaltet

Tiefen Einblick in Arbeitswelt erhalten

Die Kooperation „Schule-Wirtschaft“ der Realschule Creglingen in Zusammenarbeit mit den kooperierenden Wirtschaftsunternehmen war ein voller Erfolg. Jetzt wurden die Ergebnisse präsentiert.

Creglingen. Erfolgreiche Präsentationen und herausragenden Projektergebnisse zeichneten die Kooperation „Schule - Wirtschaft“ am Präsentationsabend in der Realschule Creglingen aus.

Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse der Realschule Creglingen versammelten sich jüngst im Schulgebäude, um Bilanz zu ziehen. Nach den vorausgegangenen Projektphasen in den Kooperationsfirmen war der Zeitpunkt gekommen, die Ergebnisse vorzustellen und markante Projektabschnitte zu präsentieren.

Den Abend eröffnete Schulleiterin Diana Romen. Im Rahmen der Kompetenzanalyse, dem so genannten Profil AC, hatten sich die 8. Klassen in diesem Schuljahr intensiv mit ihren Kompetenzen auseinandergesetzt. Somit machten sie sich an diesem Abend mit auf den Weg, ihre Berufsorientierung an der RSC zu starten. Kooperationsleiter Ruven Lotter blickte im Anschluss auf den zurückliegenden Projektverlauf und stellte fest, dass alle am Kooperationsprojekt beteiligten Schüler tiefe Einblicke in die Kooperationsbetriebe bekamen. Die Kooperationsschüler lernten nicht nur viele verschiedene Berufsfelder kennen, auch in technische Prozesse und Herstellungsverfahren waren sie direkt mit eingebunden worden. „So wurden viele in den Unternehmen hergestellte Produkte von der Planung, Entwicklung und Konstruktion, bis hin zur Fertigung und Kalkulation durchschritten“. Kooperationsunternehmen waren: Wirthwein AG, Karl Schnell, Laukhuff, die Firma bk Group aus Endsee und die Firma CeraCon aus Weikersheim. Die Schüler hatten bei der Kooperation die Gelegenheit, sich selbst zu erleben, zusätzliche Leistung zu erbringen und eigene Kompetenzen zu fördern und auszubauen sowie attraktive und innovative Unternehmen vor Ort frühzeitig kennenzulernen.

Als erstes präsentierten die Schüler der Firma Laukhuff aus Weikersheim ihre Projektergebnisse. Orgelbauer ist ein vielseitiger Beruf, da man hierbei die Möglichkeit hat, gleich zwei Bereiche näher kennen zu lernen: Den Bereich Holz und den Bereich Metall.

Ein Tischgrill aus Metall war die Projektaufgabe, eine „Funktionsprüfung“ durfte natürlich auch nicht fehlen. Auch der Schwerpunkt Holzverarbeitung wurde gewählt. Eine selbst hergestellte „Kuckuck-Orgelpfeife“ konnte an diesem Abend bestaunt werden. Tiefe Einblicke in diese Berufsfelder und eine gute Entscheidungshilfe für den späteren Werdegang war das Resümee der Gruppe. Weiter ging es mit der Firma bk Group aus Endsee. Das Unternehmen plant, designt und verwirklicht Stores namhafter Geschäfte und Boutiquen. Auch ein umfassendes Serviceprogramm gehört zum Betreuungskonzept der bk group.

Das alles erlebten die Projektschüler hautnah mit. In einer individuell gestalteten und auf die Schüler abgestimmten Projektwoche hatten die Schüler die Gelegenheit, das besondere Arbeitsklima und das selbstständige Arbeiten im Unternehmen zu erproben. Die Schüler bekamen spezielle Planungsaufgaben und Gestaltungsmöglichkeiten. Auch waren sie bei der Verwirklichung eines Stores mit eingebunden. Das Resümee der Projektgruppe fiel sehr positiv aus und entscheidende berufliche Weichen für die Zukunft wurden somit gestellt. Es folgten die Kooperationsschüler der Firma Wirthwein. Die Zuschauer erhielten dabei vielseitige Einblicke in das Projekt. In diesem Jahr hatten die Firmenvertreter mit den Projektschülern einen Kunststoffkleiderbügel geplant, konstruiert, gezeichnet und schließlich produziert. Nach mehreren Entwürfen und ersten Modellen, ausgedruckt mit einem 3D-Drucker, wurde das Werkzeug für das ausgewählte Bügelmodell hergestellt.

Die am Projekt beteiligten Schülerinnen und Schüler gaben Information zur Projektidee, dem Entwicklungsprozess und schließlich zum Fertigungsverfahren und den Produktionsschritten. Voller Begeisterung teilten die Schüler dem Publikum mit, dass alles zusammen ein tolles Erlebnis und insgesamt eine spannendes Projekt war.

Das Projektergebnis der Kooperationsfirma Karl Schnell GmbH war eine selbst konstruierte und hergestellte Sitzgruppe, natürlich hergestellt aus bestem Edelstahl. Karl Schnell ist seit über 60 Jahren zu einem weltweiten Begriff in der Nahrungsmittelindustrie geworden. Die Schüler arbeiteten dazu an großen Metallbearbeitungsmaschinen mit und begleiteten den Entstehungsprozess dieses einzigartigen Projekts hautnah mit. Die Schüler waren begeistert von den Dimensionen und der Techniken, auch die Ausbildungsangebote und Ausbildungsberufe fanden sie sehr ansprechend.

Nach dieser Vorstellung folgte die Präsentation der am Kooperationsprojekt der Firma CeraCon beteiligten Schülerinnen und Schüler. Bei der Firma aus Weikersheim entwickelten die Schüler einen Fidget-Spinner selbst und stellten ihn anschließend auch selbst her.

Im Anschluss an die Präsentationen überreichte der stellvertretende Bürgermeister Karl Haag zusammen mit Realschulrektorin Diana Romen allen am Kooperationsprojekt beteiligten Firmen sowie Schülerinnen und Schüler zusammen mit Ruven Lotter ein Zertifikat. Diana Romen freute sich über die Bereitschaft der Firmen, auch in Zukunft die Kooperation fortzuführen. rsc