Creglingen

Im Taubertal Erste Mähmaschinen unterwegs / Milchkühe brauchen Nährstoffkonzentration

Timing ist bei der Grasernte entscheidend

Archivartikel

Creglingen.Im Taubertal läuft der erste Schnitt der Wiesen. Das Mähgut wird siliert und dient als Sauerkraut in der Rinderfütterung. Einst wurde noch täglich im Sommerhalbjahr Gras gemäht und frisch verfüttert.

Der Nachteil war der hohe Zeitaufwand, die Wetterabhängigkeit und die ständig wechselnde Qualität der Gräser und Kräuter. Zunächst war das Futter zu jung und führte bei den Kühen zu Durchfall, dann wurde es überständig, verholzte und verlor an Futterwert. Jetzt wird das Gras geerntet, wenn es für die Rinder im optimalen Zustand ist. Dann sind der Eiweißgehalt und die Verdaulichkeit hoch. Der ökologische Nachteil des im Vergleich zur Vergangenheit frühen Schnitts bedeutet, dass die Kräuter und Kleearten kaum zur Blüte kommen. Bei der Heuernte wird später geschnitten. Daher sind solche Wiesen bunter. Jedoch ist bei der Heuernte das Wetterrisiko wesentlich höher, weil mehrere Tage trockenes Wetter herrschen muss. Der Nährstoffertrag ist wegen der Trocknungsverluste und des höheren Anteils an Rohfaser im Erntegut wesentlich niedriger. Anders als Milchkühe, die bei dem heutigen Leistungsdruck auf hohe Nährstoffkonzentration angewiesen sind, kommen Aufzuchtrinder und Pferde mit später geschnittenem Heu zurecht. Die Silageernte wird immer mehr von landwirtschaftlichen Lohnunternehmern durchgeführt, die über schlagkräftige und teure Maschinen verfügen. Die landwirtschaftlichen Maschinenringe vermieten dazu die speziellen Ladewägen. Für die Biogasgewinnung wurde auch schon Winterroggen gemäht. Ihm folgt gleich anschließend auf dem abgeernteten Acker die Aussaat von Silomais. Die Grasernte wird dieses Jahr als leicht unterdurchschnittlich bezeichnet. Damit kommen regionale Landwirte nicht in dieselben Schwierigkeiten wie ihre Kollegen im immer noch zu trockenen Norden und Osten Deutschlands. Dort ist das Futter weiterhin knapp und teuer. TZe