Fechten

Fechten Bei der „Bestenehrung“ des FC Tauberbischofsheim freut sich nicht nur der Nachwuchs „über kleine und große Geschenke“

Appelle an Gemeinsamkeit und mehr Fairness

Tamina Knauer hatte eine prima Idee: Sie hatte bei der „Bestenehrung“ des Fecht-Clubs Tauberbischofsheim vor ihrer Rede in der Funktion als stellvertretende Aktivensprecherin „Knicklichter“ auf den Tischen der festlich geschmückten Emil-Beck-Halle verteilen und dann gemeinsam „entzünden“ lassen. Dazu sagte sie: „Es gab viele dunkle Tage im vergangen Jahr. Gemeinsam können wir es wieder leuchten lassen. Herausforderungen schafft man besser gemeinsam.“

Es war so etwas wie die „Message“ dieser Veranstaltung im Olympiastützpunkt, durch die erstmals Beate Christmann und Niklas Uftring führten. Knauer hatte traditionsgemäß im Namen aller Athleten den handelnden Personen und Sponsoren gedankt, dabei aber nicht verschwiegen, dass die vielen negativen Vorkommnisse im zurückliegenden Jahr die Athleten „bei der Ausübung ihres Sports beeinflusst haben“.

Freilich waren die Erfolge, die bei dieser „Bestenehrung“ gefeiert wurden, einst größer, doch man sah vor allem bei den vielen ausgezeichneten Nachwuchsfechtern, dass in der Jugend des FC schon noch Substanz für die Zukunft vorhanden ist. „Wir werden es wieder schaffen, dass Tauberbischofsheimer hier oben auf der Finalplanche fechten“, sagte Vorstandsmitglied Lothar Derr mit Blick auf das jüngste Kadettenturnier am selben Ort, bei dem die Deutschen enttäuschten (wir berichteten). Auch Derr griff die Turbulenzen des FC von 2017 auf: „Wir brauchen wieder einen Umgang untereinander, der von Fairness geprägt ist. Die Hallen müssen wieder mit Talenten gefüllt werden.“

Louis Haag ist „Eliteschüler 2017“

Ein solches Talent ist Louis Haag, der zum „Eliteschüler des Jahres“ gekürt wurde. „Er leistet Großes, ohne große Worte zu verlieren“, würdigte Internatsleiter Emil Kappus den jungen Säbelfechter, der Deutscher Meister bei den A-Jugendlichen und Sechster bei der Weltmeisterschaft wurde. „Fleißig, zuverlässig und diszipliniert. Ein toller Typ mit Vorbildfunktion“, sagte Kappus. Dieser „Titel“ wird von der Sparkasse Tauberfranken prämiert und deren Vorsitzender des Vorstands, Peter Vogel, sagte: „Es ist uns ein Anliegen, die Talente der Region zu unterstützen.“

Doch das war noch lange nicht alles von Vogel. Er überreichte der Tauberbischofsheimer Eliteschule des Sports einen Scheck über 7000 Euro mit den Worten: „Die Verbesserung des Umfelds der Athleten, die sich bei Wahrung ihrer Bildungschancen optimal auf ihre sportlichen Höhepunkte vorbereiten und weiterentwickeln können, steht hinter unserer Förderung. Mit Stolz und Freude konnten wir feststellen, dass sich dieses Engagement unmittelbar auswirkt, wie wir an den tollen Ergebnissen von Louis Haag erleben durften.“

OSP-Leiter Matthias Behr dankte und sagte: „Unsere Aufgabe ist es, junge Menschen ganzheitlich zu betreuen und sie zu Leistungsträgern der Gesellschaft werden zu lassen.“ Das Geld werde, so Behr, vor allem für Trainingslager genutzt. mf