Fechten

Fechten Dominik Behr: „Wollen beim Nachwuchs an internationale Erfolge anknüpfen“

Die jungen Athleten investieren einiges

Archivartikel

„Freude und Fleiß ist gleich Erfolg“ – Mit diesem Rezept starten die Sportler vom Fecht-Club Würth Künzelsau in die Saison. Sportdirektor Dominik Behr erklärt die Ziele. „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel.“ Was Sepp Herberger nach dem erreichten Viertelfinale der deutschen Fußballnationalmannschaft auf dem Weg zum „Wunder von Bern“ bereits 1954 festgestellt hat, gilt heute nach wie vor.

„Erfolgreiche Saison“

Eigentlich könnten sie beim Fechtclub Würth Künzelsau ja zufrieden sein: Zwei Teilnehmerinnen bei den Weltmeisterschaften der Aktiven, Bronze bei der Junioren-EM und elf Medaillen bei Deutschen Meisterschaften in der Saison 2017/2018, beachtliche 21 Sportler wurden in den Bundes- und Landeskader berufen (siehe Infokasten).

„Hinter uns liegt eine sehr erfolgreiche Saison, ausruhen wollen wir uns darauf aber nicht“, betont Sportdirektor Dominik Behr. Weitere Ziele stünden auch für die kommenden Monate an. „Wir wollen, dass Lisa Gette und Julika Funke ihren Platz in der Nationalmannschaft erhalten und im Nachwuchs an die internationalen Erfolge anknüpfen“, so Behr. Dafür investieren die jungen Athleten einiges. Nach nur dreiwöchiger Pause nach ihren WM-Debuts stand für Gette und Funke (beide 17) und sechs weitere Fechter vom 19. bis 26. August bereits ein internationaler Lehrgang im italienischen Lignano an. Etwa 200 Fechter aus ganz Europa und den USA trainierten hier eine Woche, um sich für die ersten Weltcupturniere der neuen Saison vorzubereiten. Ob sich der frühe Start in die Vorbereitung gelohnt hat, zeigt sich bald: In drei Wochen, am 6. und 7. Oktober, werden Emma Brunner, Christine Weber (beide 14), Fanny Straub, Timon Funke (beide 15) und Annika Lechel (16) den Verein beim europäischen Ranglistenturnier in Gödöllö (Ungarn) vertreten. „Das ist einer der stärksten Nachwuchswettkämpfe überhaupt und damit eine wichtige Standortbestimmung“, sagt Behr.

Auch die jüngeren Fechter haben zwei Wochen vor Ferienende das Training wieder aufgenommen. Beim Trainingscamp auf dem Herzogenhorn im Schwarzwald stand aber nicht nur Fechten und Konditionstraining auf dem Programm. Behr erklärt: „Rund um die Sportschule gibt es viele Freizeitmöglichkeiten. Wir haben eine tolle Gruppe an Nachwuchssportlern, die mittlerweile auch außerhalb des Vereins eng befreundet sind.“ Das bestätigt auch Jasmin Hermann. Die 14-Jährige aus Niedernhall, die das Ganerben-Gymnasium in Künzelsau besucht, hat sich vergangene Saison für den Nachwuchskader des Deutschen Fechterbunds qualifiziert und zeigt sich auch diesmal begeistert vom Trainingsauftakt. Hermann wechselt jetzt in die Altersklasse der Kadetten (U17). jb