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Fechten Deutsches Herrenflorett-Team erreicht in Bonn den siebten Platz / Im Einzelwettbewerb am späteren Finalisten gescheitert

Joppich wieder auf dem Weg nach oben

Die deutsche Herrenflorett-Mannschaft hat sich beim mit 27 Teams stark besetzten Mannschafts-Weltcup um den „Löwen von Bonn“ mit dem siebten Platz in der Endabrechnung beachtlich aus der Affäre gezogen. Peter Joppich (Koblenz), Andre Sanita (Bonn), Benjamin Kleibrink und Alexander Kahl (beide Tauberbischofsheim) gewannen ihren Auftaktkampf gegen Usbekistan klar mit 45:18. Im Achtelfinale traf das Team von Bundestrainer Uli Schreck auf die Polen, gegen die sich das deutsche Quartett in einem spannenden Kampf mit 45:42 durchsetzte. Frankreich boten die Vier im Viertelfinale bis zum Schluss Paroli, verloren dennoch am Ende gegen die WM-Dritten von Leipzig mit 37:45.

Im ersten Platzierungsgefecht trafen Joppich, Kleibrink und Co. auf Weltmeister Italien, dem sie mit 29:45 unterlagen. Im abschließenden Kampf standen sie China gegenüber, das sie mit 45:17 deutlich distanzierten.

Joppich hatte tags zuvor mit Rang 12 beim Weltcup seine ansteigende Form unter Beweis gestellt. Der viermalige Einzelweltmeister musste sich im Achtelfinale des äußerst stark besetzten Heim-Weltcups in der Runde der besten 16 dem Olympia-Zweiten von Rio, Alexander Massialas (USA), knapp mit 12:15 geschlagen geben.

Der 35-jährige Koblenzer war mit einem 15:10 gegen Lawrence Ng Lok Wang (Honkong) in die Hauptrunde gestartet und hatte sich dann gegen Takahiro Shikine aus Japan, WM-Dritter in Leipzig, mit 15:9 durchgesetzt. Massialas behielt im Achtelfinale die Oberhand gegen Joppich und qualifizierte sich mit seinem 15:12-Sieg für die Finalrunde.

Mit Blick auf das Vorjahresergebnis, Joppich hatte sich im vergangenen Jahr an gleicher Stelle den Weltcup-Sieg gesichert, erklärt er: „Es ist immer schwer, einen solchen Titel zu verteidigen. Angesichts der Tatsache, dass ich erst seit Januar wieder im Training stehe, war das auch nicht unbedingt zu erwarten“.

Lob für Alexander Kahl

„Joppich hat sich gegenüber den letzten beiden Turnieren gesteigert und ist wieder auf dem Weg nach ganz oben“, bescheinigte ihm Schreck. „Aber auch einige andere haben heute überzeugt. Alexander Kahl hat hier ein sehr gutes Turnier abgeliefert.“

Der Tauberbischofsheimer Alexander Kahl hatte sich in seinem Auftaktgefecht überraschend gegen Weltmeister Dimitri Zherebchenko (Russland) mit 15:11 durchgesezt, unterlag anschließend gegen den Japaner Kyosuke Matsuyama mit 10:15. owo