Fechten

Fechten Drei Athletinnen des FC Würth Künzelsau beteiligt / Florett-Herren Siebter, Degen-Frauen nur 14.

Säbel-Nachwuchs überrascht mit dem Titelgewinn

Archivartikel

Am ersten Tag der Teamwettkämpfe bei der Junioren-Europameisterschaft in Italien haben die Deutschen den Titel gewonnen. Im Finale gewannen Elisabeth Gette, Julika Funke, Anna-Lena Bürkert (alle FC Würth Künzelsau) und Larissa Eifler (TSV Bayer Dormagen) ein spannendes Gefecht gegen Italien.

Von Beginn an dominierte das deutsche Team die Gastgeberinnen. Auch im letzten Gefecht, als Giulia Arpino gegen Lisa Gette den Rückstand verkürzte, bewies die deutsche Fechterin Nervenstärke und sicherte sich und ihren Teamkolleginnen den EM-Titel (45:40). „Was die Fechterinnen heute gezeigt haben war sensationell. Sie haben sich ihren Frust von den Einzelergebnissen weggefochten und haben hier ganz stark gefochten“, schwärmte Nachwuchs-Trainer Dan Costache.

Für das deutsche Damensäbel-Team verlief der Wettkampf von Anfang an nach Plan. Auf einen Sieg im Achtelfinale gegen Georgien (45:40) folge ein souveräner Erfolg gegen Bulgarien und der Einzug ins EM-Halbfinale. Dort trafen die deutschen Fechterinnen auf das türkische Team, das sich zuvor überraschend gegen Russland, die Nummer eins der Junioren-Weltranglisten, durchsetzte. Das letzte Gefecht übernahm Lisa Gette beim Stand von 40:33 mit sieben Treffern Vorsprung. Ihre Gegnerin Deniz Selin Unludag schaffte es aber, diesen Vorsprung zu verringern und auszugleichen. Gette behielt im entscheidenden Moment die Konzentration und machte den Schlusstreffer zum 45:44.

Im Herrenflorett starteten Luis Klein, Arwen Borowiak (beide FC Tauberbischofsheim), Markus Praus (SC Berlin) und Kerem Ercan (OFC Bonn); sie wurden Siebter. Gegen den späteren Europameister Russland schied das Team mit 35:45 aus. „Wir haben unser selbstgestecktes Ziel auf dem fünften Platz zu landen leider verfehlt und sind enttäuscht. Gegen Russland haben wir eine gute Leistung gezeigt, die die Russen auch gezwungen hat ihre beste Leistung anzurufen“, sagte Nachwuchs-Bundestrainer Richard Junghanns. In einem spannenden und knappen Gefecht verloren sie 44:45. Im Gefecht um Platz sieben gegen das belgische Team ließ sich die deutsche Mannschaft allerdings nichts vormachen und dominierte das Duell. Junghanns ist dennoch optimistisch: „Das Team an sich hat hervorragend funktioniert und gearbeitet. Wir gehen jetzt Heim und arbeiten an den Kleinigkeiten, die im Einzel und im Team gefehlt haben. Wir haben uns verdientermaßen den Respekt der aktuell noch größeren Nationen verdient und wollen uns in Torun wieder belohnen.“

Die deutschen Degenfechterinnen Alexandra Zittel, Viktoria Hilbrig, Lea Mayer (alle Heidenheimer SB) und Lisa-Marie Löhr belegten den 14. Platz. stk