Fechten

Fechten Kleibrink und Braun können nicht mehr weitermachen

Verletzungen werfen Mannschaft weit zurück

Mit erheblichen Verletzungsproblemen hatten die deutschen Florettfechter beim Mannschafts-Weltcup in Tokio zu kämpfen. Bundestrainer Uli Schreck musste bereits vorab sein Team umstellen, da der Koblenzer Peter Joppich in der japanischen Hauptstadt nicht am Start war und Andre Sanita (Bonn) vorerst wegen einer Handgelenkverletzung bis Januar 2018 ausfällt.

In der Formation Benjamin Kleibrink, Alexander Kahl (beide Tauberbischofsheim), Marius Braun (München) und Felix Klein (Weinheim) startete die deutsche Equipe in den Team-Weltcup. Beim Stand von 4:1 gegen China verletzte sich Benjamin Kleibrink am Fuß und konnte nicht mehr eingesetzt werden. Noch im gleichen Kampf, den die Deutschen am Ende mit 43:45 verloren, zog sich Marius Braun eine Verletzung an der Hand zu und konnte ebenfalls nicht mehr weiterfechten.

"Damit waren wir natürlich nicht mehr in der Lage, die Platzierungsgefechte weiterzuführen. Das war sehr schade", so der Bundestrainer. "Ich gehe aber davon aus, dass Benni und Marius bis zum nächsten Weltcup wieder fit sein werden. Dann wird uns auch Peter wieder zur Verfügung stehen", ergänzt er.

Der Gesamtsieg ging in Tokio an die USA, WM-Zweiter in Leipzig, die sich im Finale gegen Südkorea mit 45:34 behaupteten. Rang drei sicherte sich Gastgeber Japan durch ein 45:25 gegen Dänemark.

Am Vortag hatten sich an gleicher Stelle mit dem Münchener Marius Braun und Alexander Kahl (Tauberbischofsheim) zwei deutsche Vertreter die Hauptrunde erreicht. Marius Braun musste sich dem starken US-Amerikaner Gerek Meinhardt mit 7:15 geschlagen geben, Alexander Kahl verlor in derselben Runde gegen Meinhardts Landsmann Alexander Massialas mit 11:15. Beide Deutsche belegten am Ende die Positionen 53 und 63.

"Platzierung in Ordnung"

"Die Jungs haben sich verdient in das 64-er Feld gefochten, sind allerdings gleich im ersten Kampf auf die Mitfavoriten gestoßen, denen sie am Ende unterlagen. Die Platzierungen gehen daher in Ordnung", meint Bundestrainer Uli Schreck.

Der Franzose Erwann le Pechoux setzte sich im Finale des Einzel-Weltcups gegen Ex-Weltmeister Andrea Cassara aus Italien mit 15:14 durch und durfte damit den Gesamtsieg in der japanischen Hauptstadt feiern. owo