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Im Glanz von Trompeten, Pauken und Orgel

Stuttgart.Zu einer schönen Tradition ist es geworden, Pfingsten in Bronnbach mit festlichen Trompeten- und Orgelklängen zu feiern. In diesem Jahr wird erstmals das renommierte Trompetenensemble Stuttgart in der Klosterkirche gastieren.

Welcher Konzertbesucher hat das noch nicht erlebt? Andächtige Stille. Und dann erhebt sie sich, diese göttliche Musik, inmitten der Harmonie von Trompeten, Pauken, Orgel und Kirchenraum – ein Genuss. An der historischen Schlimbach-Orgel präsentieren Christian Nägele, Johannes Knoblauch, Joachim Jung, (Trompeten/Corno da caccia), Uwe Arlt (Barockpauken/Perkussion) gemeinsam mit dem preisgekrönten Domorganisten Johannes Mayr (Stuttgart) glanzvolle Trompetenmusik von J. J. Mouret, J. S. Bach, H. Purcell, J. Clarke, meditative Werke für Corno da caccia von F. Mendelssohn-Bartholdy und virtuose Orgelwerke sowie Improvisationen.

Perfekt aufeinander abgestimmt

Die Mitglieder des Trompetensembles Stuttgart konzertieren seit ihrem Studium an den Musikhochschulen Stuttgart, Köln und Würzburg gemeinsam. Sie sind bis ins kleinste Detail aufeinander eingespielt. Wenn die fünf exzellenten Musiker zu einer Festlichen Bach-Trompeten-Gala bitten, dann weiß das Publikum, dass Großes erwartet werden darf. In zahlreichen Festivals – unter anderem Europäische Kirchenmusik Schwäbisch Gmünd, Münsterkonzerte Ulm, Zwiefalten, Konstanz, Schwarzach, Festival D’Art Sacré Antibes – wurden sie für Konzerte und Trompetenpartien in Kantaten und Oratorien von Bach, Händel und Telemann verpflichtet.

Johannes Mayr zählt zu den innovativsten Organisten seiner Generation. Er ist ein preisgekrönter Meister der Orgelimprovisation und bezaubert die Zuhörer mit seinem unnachahmlichen Gespür, einer Orgel noch nie gehörte Klänge zu entlocken. Nach seinem Studium katholischer Kirchenmusik in Stuttgart wirkte er als hauptamtlicher Kirchenmusiker mit Dekanatsauftrag in Bad Wurzach und als Regionalkantor an St. Fidelis in Stuttgart. Seit 2011 ist er Domorganist an der Domkathedrale St. Eberhard in Stuttgart. Aktuell lehrt er Orgelimprovisation an der Stuttgarter Musikhochschule. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen bei renommierten internationalen Orgel- und Orgelimprovisationswettbewerben, 2010 etwa den Preis der deutschen Schallplattenkritik für das CD Orgelkonzert an den Orgeln von Johann Nepomuk Holzhey.

Die Trompete ist ein herrliches Instrument, „wenn ein guter Meister, der es wohl und künstlich zwingen und regieren kann“ – dies wußte der Musikhistoriker Michael Praetorius schon vor nahezu 400 Jahren in seinem Syntagma Musicum zu berichten. In der Zeit des Hoch- und Spätbarocks erreichte das Clarinblasen seinen Höhepunkt. Ein bekannter Ratstrompeter dieser Zeit, der neben der Barocktrompete auch andere Instrumente beherrschte und für Johann Sebastian Bach in Leipzig einen Großteil seiner schwierigen Trompetenpartien schrieb war Gottfried Reiche. Der bei Bach ins Orchester eingefügte Trompetenchor war in der Regel dreistimmig (Clarino I/II, Prinzipal) mit Pauken. Diese anspruchsvollen, mitunter schwindelerregend hohen Partien werden heute meist auf kurzen Ventiltrompeten oder Piccolotrompeten gespielt. red