KINDERNACHRICHTEN

Alte Regeln, neue Regeln

Es stecken sich immer noch zu viele Leute mit dem Coronavirus an. Deshalb wird der Lockdown (gesprochen: lockdaun) bis Ende Januar verlängert. Das bedeutet: Läden bleiben geschlossen, genauso wie etwa Friseure und Restaurants. Das hat Kanzlerin Angela Merkel zusammen mit den Regierungschefs der Bundesländer beschlossen. Manche Maßnahmen wurden sogar verschärft. Weil in Deutschland jedoch manche Orte stärker von dem Coronavirus betroffen sind als andere, gelten nicht überall dieselben Regeln. Ein Überblick:

KONTAKT: Die Menschen dürfen sich draußen und drinnen nur noch mit einer Person treffen, mit der sie nicht zusammenwohnen. Außerdem sollen sie wie bisher weiter Abstand halten, sich häufig die Hände waschen und Masken tragen. Das gilt überall.

UMKREIS: Die Menschen dürfen sich von ihrem Zuhause nur noch 15 Kilometer entfernen. In welche Richtung sie dabei fahren oder gehen, ist egal. Diese Regel soll jedoch nur an Orten gelten, an denen sehr viele Menschen sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Konkret soll die neue Maßnahme nur dort gelten, wo sich innerhalb von sieben Tagen mehr als 200 Menschen pro 100 000 Einwohner neu angesteckt haben.

Mit dieser neuen Regel sind jedoch nicht alle Bundesländer zufrieden. Manche fragen sich, ob das momentan eine zu große Einschränkung für die Menschen ist. Außerdem befürchten sie, dass das Einhalten diese Regel von der Polizei kaum überprüft werden kann. In dem Bundesland Sachsen dagegen gilt diese Regel schon seit Mitte Dezember. Sachsen ist stark von der Corona-Pandemie betroffen und hat daher schon früh seine Regeln verschärft.

SCHULEN: Eigentlich sollen die Schulen bis Ende Januar deutschlandweit geschlossen bleiben. Ausnahmen können jeweils für Abschlussklassen gemacht werden. Wie die Bundesländer das angehen, ist ganz unterschiedlich. In Thüringen und Sachsen etwa werden die Winterferien vorgezogen, in Sachsen werden sie auf eine Woche gekürzt. Baden-Württemberg dagegen will unter Umständen Grundschulen und Kitas schon vom 18. Januar an wieder öffnen.