KINDERNACHRICHTEN

Ampelfarben gegen das Virus

Archivartikel

In der Klasse 5b hat sich jemand angesteckt. Nach einer Geburtstagsfeier sind Leute krank geworden. Nach solchen Beispielen können die Corona-Fälle in einer Gegend ansteigen. Fachleute müssen dann schnell handeln. Allerdings gibt es in verschiedenen Ecken Deutschlands momentan unterschiedliche Regelungen. Das kann etwas unübersichtlich sein. Gerade ist deshalb von einer Corona-Ampel für ganz Deutschland die Rede.

Was ist mit Corona-Ampel gemeint?

Die Corona-Ampel ist natürlich keine echte Ampel im Straßenverkehr. Sie soll aber ein Warnsystem im Internet sein, das einfach zu verstehen ist. Denn die Ampelfarben Grün, Gelb und Rot kennt jeder. Sind nur wenige mit dem Coronavirus angesteckt, bleibt die Corona-Ampel grün. Werden es mehr, springt sie auf Gelb oder sogar Rot. Die Idee ist nicht ganz neu. Unser Nachbarland Österreich etwa hat schon länger so eine ähnliche Ampel. Auch in unserer Hauptstadt Berlin gibt es ein Ampelsystem für Ansteckungen.

Wie könnte so eine Corona-Ampel funktionieren?

Solche Ampeln wechseln die Farbe, wenn sich etwa in einem Landkreis viele Leute anstecken. Ein Vorschlag: Für Gelb müssen sich von 100 000 Menschen innerhalb einer Woche 35 Leute anstecken. Gibt es in der gleichen Zeit sogar 50 Infizierte, wird die Ampel rot.

Was passiert bei Gelb und Rot?

Springt die Corona-Ampel um, gelten strengere Regeln. Bei Gelb könnte das zum Beispiel ein Zuschauer-Verbot bei Sportveranstaltungen sein. Oder Corona-Tests bei Menschen aus der Risikogruppe. Damit sind unter anderem alte Menschen oder Leute mit bestimmten Krankheiten gemeint. Bei Rot würden die Regeln noch strenger werden. Man dürfte zum Beispiel weniger Leute treffen und auch draußen müsste auf manchen Plätzen eine Maske getragen werden. Am Dienstag bespricht Kanzlerin Angela Merkel mit Politikerinnen und Politikern, wie es weitergehen soll. Dabei könnte es auch um eine Corona-Ampel gehen.