KINDERNACHRICHTEN

Weniger Böller, mehr Sicherheit

Archivartikel

Pfiiuuu... Bumm! Bumm! Silvester gehören solche Geräusche meist dazu. Denn wenn die Uhr auf Mitternacht springt, knallen Böller und sausen Raketen durch die Luft. Viele freuen sich schon Wochen vorher auf die Knallerei. Doch in diesem Jahr haben Politikerinnen und Politiker entschieden: Es soll weniger geknallt werden, am besten gar nicht.

Das hat gute Gründe. Denn jedes Jahr verletzen sich eine Menge Menschen beim Silvester-Feuerwerk und müssen im Krankenhaus behandelt werden. In diesem Jahr jedoch sind die Krankenhäuser schon vor Silvester sehr voll. Dort werden viele Leute behandelt, die sich mit dem Coronavirus angesteckt haben. Die Mitarbeiter der Krankenhäuser haben deswegen viel zu tun. Müssten sie sich auch noch um viele Verletzte an Silvester kümmern, würden sie das nicht mehr schaffen.

Deswegen konnte man in Deutschland diesmal kein Feuerwerk kaufen. Manche Orte haben außerdem gesagt: Auch wer noch Knaller vom vergangenen Jahr übrig hat oder sie in einem unserer Nachbarländer gekauft hat, darf sie nicht zünden. Das gilt aber nicht überall. Fast jede Stadt hat eigene Regeln. In der Hauptstadt Berlin etwa ist das Böllern nur an bestimmten Plätzen verboten. Trotzdem hoffen viele, dass die meisten Leute diesmal aufs Knallen verzichten.

Freuen würde das auch Haustiere, die bei dem lauten Knallen oft Angst haben. Auch für die Umwelt sind weniger Knaller gut. Denn das Silvester-Feuerwerk erzeugt jedes Jahr viel Müll und Feinstaub. Der Feinstaub verschmutzt die Luft und kann krank machen.

Und was jetzt? Wird Silvester dann nicht schrecklich langweilig? Nicht unbedingt! Wunderkerzen und Tischfeuerwerk etwa darf man zünden. Und wer richtig Bock hat Krach zu machen, für den gibt es auch Vorschläge. Im Allgäu im Süden Deutschlands etwa sollen die Menschen zu Hause mit Kuhglocken läuten, wenn das neue Jahr beginnt. In der Stadt Dinslaken im Westen hat die Bürgermeisterin vorgeschlagen, laut auf Kochtöpfen zu trommeln.