KINDERNACHRICHTEN

Wie geht es an den Schulen weiter?

Zwei Tage früher Ferien! Das klingt erst mal ziemlich cool. Am Mittwoch wurde im Bundesland Nordrhein-Westfalen entschieden: Die Weihnachtsferien beginnen schon früher als geplant, nämlich am 21. Dezember. Auch in anderen Bundesländern wird überlegt, die Ferien früher starten zu lassen.

Dafür gibt es einen ernsten Grund: die Corona-Krise. Familien sollen sich vor Weihnachten möglichst lange isolieren können. Also so wenig andere Menschen wie möglich treffen. So sollen die Chancen erhöht werden, dass sich bei Familienfeiern nicht viele Menschen gegenseitig mit dem Virus anstecken.

Denn das passiert in Deutschland gerade viel, auch in Schulen. Mehr als 300 000 Schulkinder und ungefähr 30 000 Lehrer befinden sich gerade in Quarantäne. «Auch dieses Schuljahr ist kein normales», sagt Heinz-Peter Meidinger. Er ist Präsident des Deutschen Lehrerverbandes.

Die Schulen sollen auf jeden Fall offen bleiben. Darin sind sich die meisten Politiker und Politikerinnen einig. Doch gerade wird viel darüber gestritten, wie das am besten gemacht wird. Heinz-Peter Meidinger sieht Probleme. An mehr Schulen sollten Masken auch im Unterricht getragen werden, findet er. Besonders in Regionen, in denen es viele Ansteckungen gibt. Auch strengere Abstandsregeln seien eine Möglichkeit. Die Lerngruppen könnten dafür etwa häufiger an die frische Luft gehen und die Masken für eine kurze Zeit abnehmen, schlägt er vor.

Unterricht vor Ort in der Schule ist besonders für jüngere Kinder sehr wichtig. Heinz-Peter Meidinger wünscht sich, dass die Schulen dabei freier selbst entscheiden können, was am besten ist. Einige Kinder könnten dann etwa weiter in die Schule kommen, auch wenn wieder mehr Abstand gehalten werden muss. Andere, deren Eltern ihnen zu Hause helfen können, könnten dagegen erst mal wieder eine Zeit dort ihre Schulaufgaben machen.