Freudenberg

Erfolgreicher Start Familien-, Senioren- und Integrationsbüro Freudenberg zieht nach einem Jahr positives Resümee / Tag der offenen Tür gut besucht

Angebot wächst immer weiter

Archivartikel

Das Familien-, Senioren- und Integrationsbüro Freudenberg blickte am Freitag mit einem Tag der offenen Tür auf ein Jahr erfolgreiche Arbeit zurück.

Freudenberg. Die Arbeit des Familien-, Senioren- und Integrationsbüros (FSI) ist in Freudenberg eine Erfolgsgeschichte. Die drei Mitarbeiterinnen sind für viele Bürger wichtige Ansprechpartner in zahlreichen Fragen geworden.

Schaut man sich die Beratungszahlen und Projekte des Büros im vergangenen Jahr genauer an, wird die Arbeit im FSI-Büro deutlich. Stellrecht-Schmidt und ihre Kollegin Elisabeth M. Huba-Mang sind die Integrationsbeauftragten der Stadt Freudenberg. Dritte im Bund ist Melanie Maier, Integrationsmanagerin und Quartiermanagerin beim Caritas im Tauber-Kreis, der Partner des Büros ist. Auch ihre Stelle wird von der Stadt finanziert.

Die Stellen werden vom Land Baden-Württemberg zu 77 Prozent gefördert, erklärte Bürgermeister Rogger Henning am Freitag zum Tag der offenen Tür. „Dafür, dass wir heute eigentlich nicht offen haben war der Tag der offenen Tür gut besucht“, stellte Sabine Stellrecht-Schmidt im Laufe des Tages fest.

Bei Fairtrade-Kaffee und fair gehandeltem Gebäck sowie regionalen Säften unterhielten sich die Damen am Freitag mit den Freudenbergern und erhielten viel Lob. Außerdem gab es für alle Besucher anlässlich des Frauentags eine Rose.

Eine der Aufgabenbereiche des FSI ist das Thema Integration von Flüchtlingen und Migranten, sowie Nachfahren von Migranten. „Die Beratung und Unterstützung beim Umgang mit Behörden und Institutionen macht über 50 Prozent der Fälle aus“, erklärten die Mitarbeiterinnen.

Workshop für Migranten

Aber auch bei Fragen zu Miete und Verträgen sind die Damen gefragt. Im Rahmen des FSI-Angebots gibt der ehrenamtlich arbeitende Norbert Platz außerdem Bewerbungsworkshops für Migranten.

Im Jahr 2018 hatte man im Bereich Integration 618 Beratungen durchgeführt. „Viele Menschen kommen zu uns mit eigentlich nur einem einzigen Anliegen, dann entwickeln sich im Gespräch weitere Themen bei den wir unterstützen“, sagte Maier.

Im Bereich „Jugend“ unterstützt das FSI die Organisation der Jugendräume in Freudenberg und den Ortsteilen und bietet dort ab und zu auch eigene offene Angebote an. Das Büro ist mitverantwortlich für die Freudenberger Ferienspiele und organisiert darüber hinaus diverse Jugendveranstaltungen.

Der Bereich „Familie“ erstreckt sich als eine Art Klammer über alle Aufgabengebiete.

Im Bereich „Senioren“ unterstützt das Büro beispielsweise den Seniorenbeirat für einen „kurzen Weg zu Verwaltung und Bürgermeister“ .

Auch ein zertifizierter Rentenberater hat in den Räumen des Büros seine Arbeit aufgenommen.

Zudem sind die Inklusionsberatung für Behinderte, sowie das Thema „Fairtrade“ am FSI angesiedelt.

Außerdem wurden bedeutende Projekte verwirklicht und angestoßen.

Erfolgreiche Projekte

Den drei Ansprechpartnerinnen fallen auf Anhieb eine Vielzahl erfolgreicher Projekte ein, die das Büro verantwortete. So bereiteten sie beispielsweise die Gründung des Seniorenbeirats vor und stellten den Kontakt zum Kreisseniorenrat und dem Wertheimer Seniorenbeirat her.

Auf dem Weg zur Fairtradestadt Freudenberg erledigte das FSI-Büro die komplette Vorarbeit und stellt bis heute ein Mitglied in der Fair-Trade-Steuerungsgruppe. Außerdem organisierte man Veranstaltungen, um für den fairen Handel zu werben.

Im Jugendbereich war der Jugendwohnwagen für Rauenberg und Boxtal ein Höhepunkt der engagierten Arbeit. Diesen Wohnwagen hatten Jugendliche in den Sommerferien 2018 selbst mit Graffiti gestaltet. Übergeben wurde er bei eine Jugendolympiade an der Raubachhalle.

Erfolgreich abschließen konnte man die Verhandlungen für die Einrichtung eines Jugendraums in Freudenberg im KJG-Jugendheim. Die Sanierung des Jugendraums in Ebenheid geht ebenso voran.

Elisabeth Huba-Mang hob das Integrationskonzept der Stadt hervor. Als Rahmenpapier unter der Prämisse „Kompetenzen identifizieren, Eigenverantwortung fördern“, sei es eine wichtige Grundlage. „Integration gelingt, wenn sowohl die aufnehmende Gesellschaft als auch die Migranten bereit sind, miteinander zu leben“, ist sie überzeugt. Eine erfolgversprechende Maßnahme ist es, Migranten in die Vereine und die Feuerwehr zu bringen.

Das FSI, seine Projekte und Beratungsangebote werden von zugezogenen und gebürtigen Freudenbergern aller Generationen gleichermaßen genutzt. „Wir bekommen von den Bürgern Rückmeldungen, dass die Nutzung unseres Angebots deutlich einfacher sei als bei Verwaltungsstellen“, sagte Huba-Mang am Tag der offenen Tür. Dies liege auch an den Öffnungszeiten bis in den Nachmittag und Beratungensmöglichkeiten außerhalb der Öffnungszeiten.

Außerdem haben dei Mitarbeiter mehr Zeit für Beratungen als an anderen Stellen. „Auch das Netzwerk des FSI ist hilfreich. So können wir schnell an den richtigen Ansprechpartner vermitteln.“

Und das Angebot wächst immer weiter. So kamen weitere Partner wie „Frau und Beruf“ und die Teilhabeberatung Main-Tauber dazu. Neu sind außerdem weitere Maßnahmen, um den Bereich Nachhaltigkeit in vielen Facetten der Stadt stärker auszubauen. Roger Henning betonte deshalb, dass man gerade an den zahlreichen Projekten des FSI merke, wie wichtig diese Einrichtung vor allem für eine Kleinstadt wie Freudenberg ist. „Solche Projekte könnte eine Verwaltung bei laufendem Betrieb nicht abdecken.“

Finanzielle Hilfe notwendig

Alle Mitarbeiterinnen und der Bürgermeister hoffen nun, dass das Büro langfristig bestehen bleibt. Die Landesfördermittel laufen in diesem Jahr aus. „Wir benötigen weiterhin eine zuverlässig gleichbleibende Förderung in diesem Bereich“, betonte Henning. Er brachte seinen Wunsch zum Ausdruck, dass das Land diese finanzielle Unterstützung weiterhin bereitstellt.