Freudenberg

Integration Beauftragte legten dem Gremium ihren Bericht vor

Antrag zur Fair-Trade-Stadt

Freudenberg.Neben vielen anderen Themen stand auch der Bericht der Integrationsbeauftragten auf der Tagesordnung des Freudenberger Gemeinderates am Montag. Elisabeth Huba-Mang und Sabine Stellrecht-Schmidt nutzten die Gelegenheit, um deutlich zu machen, dass ihre Arbeit aus viel mehr Facetten besteht, als dies gemeinhin vielleicht angenommen wird. Sie kümmern sich um Geflüchtete und Migranten, aber auch um Senioren und Jugendliche und gehören zur Fairtrade-Steuergruppe. Auf diesem Gebiet steht ein Erfolg kurz bevor. Der Antrag auf Anerkennung als Fair-Trade-Stadt ist gestellt, Huba-Mang rechnet damit, dass dieser in den nächsten Wochen genehmigt und Freudenberg damit als erste Kommune im Main-Tauber-Kreis als Fair-Trade-Stadt akzeptiert werden wird.

Zu den Ersten gehörte man auch schon, als es darum ging, Fördermittel für die Einstellung von Integrationsbeauftragten zu bekommen, erinnerte Bürgermeister Roger Henning. "Das war genau die richtige Entscheidung", stellte er nun fest. Und er geht auch davon aus, dass der Prozess vom Land weiterbetrieben werden wird.

Die Integrationsbeauftragten und der Bürgermeister informierten, dass derzeit 47 Geflüchtete in Freudenberg leben, überwiegend, mit 31 Personen, stammen sie aus Syrien, andere Nationen sind das Kosovo, der Irak und Eritrea. Neben elf Alleinstehenden gibt es neun Familien mit 17 Erwachsenen und 19 Kindern. Die ehemaligen Gemeinschaftsunterkünfte des Landkreises, in der Hauptstraße in Freudenberg und im Wildbachhof in Boxtal wurden zwischenzeitlich aufgegeben und dienen jetzt der kommunalen Anschlussunterbringung. Seit September befindet sich ein Geflüchteter in Ausbildung, einer geht einer regulären Arbeit nach, für einige weitere konnten 450-Euro-Jobs gefunden werden. "Wir setzen verstärkt auf Eigeninitiative und darauf, dass die Geflüchteten selbst aktiv werden. Aber natürlich stehen unsere Türen immer offen", erklärten die beiden Frauen, denen der Bürgermeister bescheinigte, sehr viel Einzelfallhilfe geleistet zu haben, "obwohl das eigentlich nicht ihre originäre Aufgabe ist".

Informiert wurde über die Gründung eines Seniorenbeirates die Jugendbeteiligung (wir berichteten jeweils). ek