Freudenberg

Fackelschwimmen der Freudenberger DLRG Besonders viele Jugendliche und Kinder gingen an den Start

Beste Stimmung „mitten in Fluss“

Archivartikel

Vielleicht war es ja das Glück der Tüchtigen. Besser hätten die äußeren Voraussetzungen nicht sein können für das Fackelschwimmen und das Sommerfest der DLRG-Gruppe Freudenberg.

Freudenberg. Mehr als laue Temperaturen lockten die Besucher – jedenfalls die, die am Samstag nicht hoch droben auf der Burg dem Leben und Sterben der „Päpstin“ zuschauen wollten – schon früh in und an den Maingarten, um dort der Musik zu lauschen und sich zu unterhalten. Gegen 21.30 Uhr machten sich dann die ersten Grüppchen auf den Weg hinaus Richtung Schleuse, nahe der der Einstiegsplatz für das Fackelschwimmen lag. Spätentschlossene meldeten sich im letzten Augenblick an und trabten dann los, um noch rechtzeitig am Startplatz zu sein.

Dort angelangt, wurde sich dann, sofern man das nicht schon vorher erledigt hatte, aus allen überflüssigen Kleidungsstücken geschält. Nur ganz wenige Schwimmer trugen „Neopren“. Einer entledigte sich dessen sogar noch – vor allem nachdem man ihn darauf aufmerksam gemacht hatte, dass er ihn falsch herum trug.

Eine letzte Sicherheitsbelehrung noch, dann wurden die Fackeln entzündet und hinein ging es in das gar nicht mal so kühle Nass. Dort hieß es dann aber erst einmal auf der Stelle „Wasser treten“, denn man wollte gerne gemeinsam losschwimmen und wenn möglich auch so am Ziel ankommen.

75 Teilnehmer

76 Frauen, Männer und vor allem Jugendliche und Kinder, darunter als Jüngste die sechsjährige Madeleine, waren angemeldet. 75 begaben sich auf die knapp 1,5 Kilometer lange Strecke.

„Die schnattern ganz schön“, meinte ein Zuschauer am Ufer erstaunt, als die Schwimmer langsam an ihm vorbeiglitten. Das waren aber keine Anzeichen dafür, dass man fror bei einer Wassertemperatur, die im Main nach 22 Uhr bei 26 bis 27 Grad Celsius lag. Nein, es waren die Geräusche der lebhaften Unterhaltungen der Teilnehmer untereinander. Man hatte sich ganz offenbar eine Menge zu erzählen so „mitten im Fluss“.

Anfeuerungsrufe

Auf Höhe der Schiffsanlegestelle und des Maingartens mischten sich dann Anfeuerungs- und Aufmunterungsrufe vom Ufer her in die Unterhaltungen. Wie schon erwähnt waren 75 Schwimmer in den Main gegangen. Und genauso viele verließen ihn unterhalb der Mainbrücke auch wieder, sehr zur Freude und wohl auch Erleichterung des DLRG-Vorsitzenden Peter Haamann und seiner Mitstreiter.

Spaß hatte das Abenteuer ganz offensichtlich allen gemacht, auch den drei Kommunalpolitikern Lars Kaller, Rolf Döhner und Christian Barthel, während Bürgermeister Roger Henning sich damit begnügte, lieber auf dem Trockenen Kontakte zu pflegen.