Freudenberg

Kurzer Rückblick Freudenberger haben im vergangenen Jahr einige richtungsweisende Entscheidungen getroffen

Die Kommune weiter vorangebracht

Archivartikel

Abwechslungsreich und spannend: So lässt sich 2018 aus Sicht der Stadt Freudenberg beschreiben. Dabei gibt es richtungsweisende Entscheidungen – und prominente Gäste.

Freudenberg. Die berühmteste Besucherin wird aber erst im Sommer des gerade begonnenen Jahres in Freudenberg weilen: Bei den Burgfestspielen steht „Die Päpstin“ auf dem Programm. Regisseur Boris Wagner hat das Schauspiel von Susanne Felicitas Wolf nach dem Bestsellerroman von Donna Woolfolk Cross für die Freudenburg bearbeitet. Dieses Geheimnis wurde bei der Hauptversammlung des Burgschauspielvereins gelüftet.

Titel nur für Frauen

Päpstin ja, Kini nein: Patrick Karch hat sich vergeblich um den Titel des bayerischen Bierkönigs beworben. Diese Krone werden auch weiterhin ausschließlich Frauen tragen, entscheidet der Bayerische Brauerbund.

Die Frauenquote steigt im Gemeinderat. Nach mehr als zwei Jahrzehnten ehrenamtlichem Engagement scheidet Matthias Dick auf eigenen Wunsch aus dem Gremium aus. Für ihn rückt Julika Saatmann-Hösch nach. Ellen Schnellbach übernimmt das Amt der zweiten stellvertretenden Bürgermeisterin. „Ab heute spielt Freudenberg mit Metropolen wie München, Hamburg und Amsterdam in der Champions League der Fair-Trade-Städte“, bescheinigt der Ehrenbotschafter der Organisation, Manfred Holz, bei der Übergabe der Urkunde, die die Kleinstadt mit Herz zur ersten Fair-Trade-Stadt im Main-Tauber-Kreis macht.

Mitten in der Stadt gibt es eine neue Anlaufstelle für Bürger, Geflüchtete und Migranten: Das Familien-, Senioren- und Integrationsbüro, kurz „FSI“ wird eröffnet.

Prominenter Besuch

Zwei prominente Politiker kommen innerhalb kurzer Zeit in die Stadt. Landeswirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut besucht bei ihrer Visite im Main-Tauber-Kreis auch die Rauch Möbelwerke. Justiz- und Europaminister Guido Wolf ist in der Stadt zu Gast und hat für die Modernisierung- des Badesee-Geländes einen Förderbescheid über 73 910 Euro im Gepäck.

In und an der Stadtpfarrkirche St. Laurentius feiern viele Freudenberger zusammen mit Fridolin Keck dessen 50-jähriges und mit Heribert Kaufmann dessen 25-jähriges Priesterjubiläum. An den verstorbenen langjährigen Stadtpfarrer Hans Bender erinnert der nach ihm benannte Platz an der Ecke Odenwaldring/Philipp-Larens-Straße.

Zusammenarbeit vertieft

Vertieft wird die Zusammenarbeit der Städte Freudenberg und Wertheim. Zu Beginn des neuen Jahres, das beschließen die zuständigen Gremien beider Kommunen, übernimmt der Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung Wertheim die Betriebsführung der Freudenberger Kläranlage. Zum zweiten Mal gewagt, aber noch immer nicht richtig gewonnen. Zur „Kulturwoche plus“ aufgebohrt, krankt die Veranstaltungsreihe nach wie vor daran, dass die beiden wichtigsten Events, die Operngala und die Historientage, nicht den erhofften und verdienten Besucherzuspruch erfahren. Trotzdem fällt das Fazit der Verantwortlichen insgesamt positiv aus.

Mit dem neuen Schuljahr startet an der Lindtal Schule die schulergänzende Betreuung bis 14 Uhr. Für die Jugend in Rauenberg und Boxtal gibt es einen von dieser selbst bunt bemalten Wohnwagen als mobilen Treffpunkt.

Neue Brücke

Eine weitere prominente Besucherin: Ilse Aigner, zu dem Zeitpunkt noch stellvertretende bayerische Ministerpräsidentin, sagt ihre Unterstützung beim Bau der neuen Brücke zwischen Kirschfurt und Freudenberg zu. Noch im September solle der Vorentwurf dafür an die Genehmigungsbehörden gehen, heißt es Anfang August.

Eine tiefe Schneise schlug Sturmtief „Fabienne“ in den Freudenberger Wald. Von den 21 Revieren im Main-Tauber-Kreis ist das Freudenberger am stärksten betroffen. Revierleiter Lars Kaller schätzt, dass rund 1000 Festmeter Holz gefällt wurden, ein Fünftel des vorgesehenen Jahreseinschlags.

Novum im Land

Geplant wird jetzt, gebaut in der Zukunft: Feuerwache und Bauhof sollen auf einem Gelände zusammengelegt werden. Dazu kommt die Werksfeuerwehr der Firma Rauch. Damit wäre das Vorhaben ein Novum für ganz Baden-Württemberg. Auf 4,6 Millionen Euro werden die Kosten geschätzt. Ein dicker Brocken, zumal die Förderung sich schwierig gestalten dürfte.

Um Unterstützung geht es auch bei einem noch ehrgeizigeren Vorhaben. Die historische Altstadt und das Sanierungsgebiet „Rauch Werk“ sollen in das Städtebauförderprogramm aufgenommen werden. Ob die Freudenberger aber gleich mit zwei Anträgen erfolgreich sein werden, bleibt abzuwarten.

Leuchtturmprojekte

Viel Lob und Anerkennung gibt es bei der Einweihung für das Projekt „Unser Heimarthof“ in Rauenberg. Der Hofladen, kombiniert mit Seminar- und Veranstaltungsräumen wird als „Leuchtturmprojekt für die Region“ und „Musterbeispiel für Regionalität“ gewürdigt.

Die Kollegen aus Wertheim waren „Geburtshelfer“ für den Freudenberger Seniorenbeirat. Dieser ist das zweite derartige Gremium im Main-Tauber-Kreis.

Und noch ein paar Leuchttürme, gleich zwölf an der Zahl: Ein Dutzend ehrenamtlich über die Maßen engagierte Frauen und Männer werden von Bürgermeister Roger Henning und seiner Stellvertreterin Ellen Schnellbach mit der Bürgermedaille ausgezeichnet.