Freudenberg

Ehrungen im Freudenberger Gemeinderat Für manche hieß es Abschied nehmen, andere sind neu hinzugekommen / Bürgermeister Henning: Keine Steine in den Weg legen

„Egal, was wir tun, es sollte immer zum Wohle der Stadt sein“

Archivartikel

Freudenberg.Am Anfang stand noch einmal die Pflicht für den „alten“ Freudenberger Gemeinderat. Einstimmig stellte er fest, dass es für die am 26. Mai Gewählten keine Hinderungsgründe zum Eintritt in das Gremium gibt.

Es sei schon etwas Besonderes, beständig, teilweise über Jahrzehnte, „diese zeitaufwändige Arbeit zu machen“, begann dann Bürgermeister Roger Henning den folgenden kleinen „Ehrungs- und Verabschiedungsmarathon“. Mit der jeweiligen Zahl an Jahren im kommunalen Ehrenamt entsprechenden Auszeichnung des Gemeindetages Baden-Württemberg bedacht wurden Peter Klement, Mitglied des Gemeinderates von 2004 bis 2009 und wieder von 2014 bis 2019 und Lars Kaller, der seit 2009 im Gremium sitzt. Sogar seit 1999 ist Rolf Döhner Stadtrat, ebenso lange gehört er dem Ortschaftsrat Boxtal an und ist dort seit dem 1. Januar 2018 Ortsvorsteher. Hartmut Beil und Ellen Schnellbach wurden für 25 Jahre im Gemeinderat geehrt. Seit 1999 ist Siegfried Berg Ortschaftsrat in Ebenheid und seit 2014 Gemeinderat in Freudenberg. Stadtrat seit 1989, ebenso lange Ortschaftsrat in Rauenberg und seit 1999 dort auch Ortsvorsteher, dafür wurde Siegbert Weis mit Urkunde, Stehle und Anstecknadel des Gemeinderates geehrt. Möglicherweise wird es bald schon eine weitere Ehrung geben, denn auch Ulrike Maier gehört seit zehn Jahren dem Gemeinderat an, stand aber aus unerfindlichen Gründen diesmal nicht auf der Liste.

Ur-Gestein Manfred Arnold

Aber es hieß in dieser konstituierenden Sitzung auch Abschied nehmen von Kommunalpolitikern, die dem neuen Gremium auf eigenen Wunsch oder weil sie nicht die erforderliche Stimmenzahl erhielten nicht mehr angehören. Ausgeschieden sind Julika Saatmann-Hösch und Peter Klement, Roland Hildenbrand und Ronald Grein, beide nach 15 Jahren, sowie mit Manfred Arnold auch ein „Ur-Gestein“, der seit 1984 im Ebenheider Ortschaftsrat saß, dort seit 1994 Ortsvorsteher war und dem Gemeinderat schließlich von 1989 bis 1994 und wieder seit 2004 angehörte.

Auf den Abschied folgte der Neubeginn, symbolisiert durch die Verpflichtung der Stadträte. „Jetzt ist das Gremium so, wie es von den Bürgern am 26. Mai gewählt worden ist“, kommentierte Bürgermeister Henning. Mit Ausnahme allerdings von Anna Friedlein, die an der ersten Sitzung der Wahlperiode nicht teilnehmen konnte und am 15. Juli „nachverpflichtet“ werden wird. „Ich freue mich, dass ich vertraute Gesichter sehe“, so der Bürgermeister. „Ich freue mich aber auch sehr, dass es neue Gesichter gibt.“ Henning erinnerte, „Sie haben einen Wählerauftrag“. Niemand dürfe bei dessen Erfüllung Steine in den Weg legen. Und „egal was wir tun, es sollte immer zum Wohl der Stadt sein“. Er hoffe auf eine Fortsetzung der „konstruktiven, kollegialen und weiterhin erfolgreichen Zusammenarbeit“. ek