Freudenberg

Jubilar Alfons Breitenbach aus Rauenberg feiert heute seinen 90. Geburtstag

Ein Musiker mit Leib und Seele

Die Liebe zur Musik begleitet Alfons Breitenbach schon sein ganzes Leben. Am heutigen Mittwoch feiert der Rauenberger seinen 90. Geburtstag.

Rauenberg. Geboren wurde er am 13. Februar als sechstes von acht Kindern von Josef und Pauline Breitenbach in Rauenberg. Er hatte fünf Schwestern und zwei Brüder. Mit sechs Jahren wurde er in die Volksschule Rauenberg eingeschult, die er nach acht Jahren abschloss.

Anschließend absolvierte der Jubilar eine Lehre zum Müller in der Antoniusmühle bei Wessental. Dort arbeitete er, die Lehre eingerechnet, zehn Jahre lang. Die Arbeit sei hart gewesen, erinnert sich Breitenbach. Während seiner Jahre in der Antoniusmühle belieferte er zahlreiche Bäcker und Haushalte mit Mehl, so ist er bis heute bei vielen als „der kleine Müller“ bekannt. Seinem Chef hat er es zu verdanken, dass er nicht in den Krieg eingezogen wurde, denn dieser argumentierte damit, Breitenbach in der Mühle zu brauchen.

1953 zog der Jubilar nach Frankfurt am Main und arbeitete dort in den Frankfurter Mühlenwerken. „In der Stadt hat man besser verdient“, begründet er den Umzug. Aber auch die Liebe zu seiner späteren Frau Hildegunde, geborene Weis, habe eine Rolle gespielt. Sie stammt ebenso aus Rauenberg und zog vor Breitenbach aus beruflichen Gründen in die Stadt. In Frankfurt lebten die beiden, wie es damals üblich war, jedoch getrennt voneinander. Seinem Heimatort blieb der Jubilar eng verbunden. Am Anfang pendelte er einmal in der Woche mit einem Fahrrad mit Hilfsmotor zwischen Rauenberg und Frankfurt, später hatte er ein Motorrad. Geheiratet hat der Jubilar seine Hildegunde am 7. Mai 1955 in der Rauenberger Kirche. Anfangs lebte das Paar für rund ein Jahr bei den Eltern der Ehefrau im Rauenberg. Der Jubilar arbeitete weiter in Frankfurt.

Zwischen Stadt und Dorf

1956 wurde Sohn Richard geboren. 1957 fand die junge Familie eine passende Wohnung in Frankfurt-Bornheim. Im April 1961 wurde Tochter Petra geboren. 1965 zog die Familie nach Frankfurt-Bockenheim, alle paar Wochen waren sie jedoch in Rauenberg zu Besuch. 1981 begannen sie im Dorf ihr Haus zu bauen, das anfangs nur als Domizil bei Heimatbesuchen diente. Als Alfons Breitenbach 1987 in den Vorruhestand ging, zog das Paar endgültig zurück nach Rauenberg. „Ich wollte keinen Tag länger in der Stadt bleiben, Rauenberg war immer mein Zuhause“, erinnert sich der Jubilar. Heute gehören zwei Enkelsöhne und eine Enkelin zur Familie.

Die große Leidenschaft von Breitenbach war und ist die Musik. Er war über 50 Jahre aktiver Sänger im Männergesangverein Rauenberg und einem Chor in Frankfurt. Außerdem spielt er seit der frühen Jugend bis heute Ziehharmonika. „Das habe ich mir selbst beigebracht“, erklärt er. Mit dem Instrument spielte er früher auf vielen Feiern. In Frankfurt verbrachte das Paar jede freie Minute im Schrebergarten, denn die Eheleute liebten die Natur. Außerdem genossen sie gemeinsame Urlaube in den Bergen in Tirol und dem bayerischen Wald.

Nach dem Umzug nach Rauenberg mit dem Ruhestand war der Jubilar noch einige Jahre im Männergesangverein aktiv. Zudem ist er Mitglied im Heimat- und Kulturverein Rauenberg. Für seine lange Vereinstreue erhielt er mehrere Auszeichnungen. Zu Beginn des Vorruhestands half er ab und zu im Boxtaler Sägewerk oder einer Mondfelder Schreinerei aus.

Seit dem Tod seiner Frau 2003 lebt er alleine im gemeinsamen Haus in der Rauenberger Schulstraße. 2006 musste er den Tod seines Sohns verkraften. Tochter Petra lebt in der Nähe und pflegt guten Kontakt zu ihrem Vater. Gefeiert wird der Ehrentag in kleinem Kreis zu Hause.

Den sicherlich zahlreichen Glückwünschen zum Geburtstag schließen sich die Fränkischen Nachrichten an. bdg