Freudenberg

Gemeinderat tagte Gremium hat Satzung gebilligt

Freudenberg erhält Seniorenbeirat

Freudenberg.In Freudenberg wird es bald einen Seniorenbeirat geben. Nachdem der Gemeinderat am Montag einstimmig die Satzung gebilligt hat, kann eine Gründungsversammlung einberufen werden. Da es bislang nach seinen Angaben nur in 170 bis 180 der 1100 Gemeinden Baden-Württembergs einen Seniorenbeirat gebe, „sind wir da ziemlich vorne mit dabei“, freute sich Bürgermeister Roger Henning.

Im Dezember 2017 hatte der Gemeinderat die Verwaltung beauftragt, die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Einrichtung einer Vertretung der älteren Mitbürger zu prüfen und ein Konzept vorzulegen, erinnerte Elisabeth Huba-Mang. Wie sie sagte, sind knapp 24 Prozent der rund 3800 Freudenberger älter als 65 Jahre. Dieser Anteil werde noch zunehmen.

Zielgruppe des Seniorenbeirats sollen alle Einwohner ab 60 Jahre sein. Das neue Gremium werde überparteilich und konfessionsfrei arbeiten. Mitglied werden können laut Satzung Organisationen, die auf dem Gebiet der Seniorenarbeit und Seniorenhilfe tätig sind“, das Otto-Rauch-Stift, Vereine mit seniorenrelevanten Angebote und Personen, die sich für die Zwecke und Aufgaben des Seniorenbeirates engagieren. „Es wird nicht nur gemeckert, sondern auch konstruktiv gearbeitet“, betonte Huba-Mang mit Blick auf Bestimmungen in der Satzung.

Diese Aussage nahm der Bürgermeister besonders erfreut zur Kenntnis. Der Seniorenbeirat sei keine Konkurrenz zum Gemeinderat oder dessen Ausschüssen, machte er klar. „Die Entscheidungen fallen weiter in diesen Gremien.“ Der Gemeinderat müsse aber hinter dem Seniorenbeirat stehen und dessen Anliegen ernst nehmen. Dessen Satzung stelle nur einen Rahmen dar, der von den Menschen mit Leben erfüllt werden müsse. „Wir können froh sein, dass wir so viele aktive, ältere Menschen in der Kernstadt und den Ortschaften haben.“

Siegbert Weis (CDU) plädierte dafür, in der Satzung zu verankern, dass Kernstadt und Ortschaften gleichermaßen im mindestens siebenköpfigen Vorstand des Gremiums vertreten sein sollten. Auch aus Gründen der Praktikabilität meinte Hartmut Beil (SPD), dies solle man in einer Geschäftsordnung tun. Nachdem in der Satzung festgehalten ist, dass der Seniorenbeirat „für die Beschaffung finanzieller Mittel selbst verantwortlich“ sein soll, regte Weis an, diesen zumindest „mit einem kleinen Betrag auszustatten“. Henning war dagegen. „Das hat das wesentlich größere Wertheim“, an dessen Seniorenbeirat man sich orientierte, „auch nicht“. ek