Freudenberg

Lärmkartierungsplan Gemeinde bereits im Jahr 2013 aktiv / Jetzt Neuauflage gefordert

Hoffnung auf schnelleren Bau der Brücke

Archivartikel

Freudenberg.„Wir machen hier etwas, wo wir kaum Einflussmöglichkeiten haben und viele Dinge nicht in unserer Zuständigkeit liegen“, kommentierte Bürgermeister Roger Henning in der Gemeinderatssitzung am Montag, nachdem Fachbereichsleiter Matthias Gallas zuvor über den aktuellen Stand in Sachen „Lärmkartierungsplan“ referiert hatte. Den haben nach der EU-Umgebungslärmrichtlinie 2002 und den entsprechenden Paragrafen des Bundesimmissionsschutzgesetzes alle Kommunen entlang von kartierten Hauptverkehrsstraßen mit einem Verkehrsaufkommen von mehr als 8200 Fahrzeugen in 24 Stunden aufzustellen.

Da gehört Freudenberg mit der Landesstraße 2310 als Ortsdurchfahrt dazu. Hier hatte Henning dann doch ein wenig die Hoffnung, dass der Lärmaktionsplan als ein weiteres Argument zur Beschleunigung des Baues der Südbrücke und der Umgehung dienen könnte.

Ihrer Verpflichtung ist die Stadt eigentlich bereits 2013 nachgekommen und hat den Plan aufgestellt. Bundesweit scheint man da weniger eifrig gewesen zu sein, denn 2016 hat die Europäische Union ein Vertragsverletzungsverfahren gegen die Bundesrepublik Deutschland wegen fehlender oder unvollständiger Pläne eingeleitet.

Neue Betriebsamkeit

Das löste schließlich neue Betriebsamkeit aus. 2017 wurde eine neue Lärmkartierung erstellt und zwei Jahre später veröffentlicht. Dazwischen gab es die Verpflichtung an die Kommunen, neue Lärmaktionspläne auf der Basis dieser Kartierung zu formulieren. Freudenberg hat damit im April das Ingenieurbüro Accon mit Sitz in Greifenberg beauftragt und lässt sich die Sache 2000 Euro kosten. das erläutert nun die Vorarbeiten, dazu gehört unter anderem ein Musterbericht, der von der Stadt ergänzt wird. Der Gemeinderat hat die öffentliche Auslegung, die Beteiligung der Öffentlichkeit und der Träger öffentlicher Belange und schließlich den Lärmaktionsplan zu beschließen.

Das soll bis zum 31. März kommenden Jahres erledigt sein. So jedenfalls hat man es der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg gemeldet. ek