Freudenberg

Kirche „Sieben Schmerzen Mariens“ Bei der Sanierung haben auch viele Gemeindemitglieder engagiert mitgeholfen

Innenraum erstrahlt nun in neuem Glanz

Archivartikel

Nach sechsmonatiger Sanierung erstrahlt der Innenraum der katholischen Kirche Wessental im neuen Glanz. Bei den Arbeiten haben auch die Gemeindemitglieder kräftig mit angepackt.

Wessental. Zufrieden lassen Pfarrgemeinderatsvorsitzender Herbert Grein und Mesnerin Anita Eckert ihre Blicke durch die Wessentaler Kirche „Sieben Schmerzen Mariens“ schweifen. Dank umfangreicher Sanierungsarbeiten erstrahlt der früher dunkle Innenraum nun in angenehmen Licht. Auch sonst hat sich in dem Gotteshaus einiges getan.

Die bislang letzte große Renovierung der Kirche mit Umbauten im Altarraum fand 1978 statt. 1989 wurde das Dach isoliert sowie Altarraum und Kirchenschiff neu gestrichen. Die Nutzung in den Folgejahren hat deutliche Spuren hinterlassen. „Das Aussehen war eines Kirchenraums nicht mehr würdig“, stellte Grein im Gespräch mit den FN fest.

Mängel behoben

Er und Eckert listeten verschiedene Mängel auf, die behoben werden mussten: Der Putz von Wänden und Decken blätterte teilweise ab. Die Wände waren durch die rußenden Speicheröfen im Altarraum schwarz verfärbt. Beleuchtung gab es nur an den linken und rechten Wänden, so dass es in den Bankreihen oftmals zu dunkel war. Außerdem funktionierte die Orgel nur noch notdürftig.

Im Herbst 2017 fiel die Entscheidung für eine Sanierung. Nach Sicherstellung der Finanzierung wurde Anfang April 2018 in Eigenleistung mit dem Ausräumen der Kirche begonnen. Dabei halfen im Durchschnitt zwölf Gemeindemitglieder mit. Für die Arbeiten im Inneren des Gotteshauses zeichneten allesamt regionale Handwerksunternehmen verantwortlich.

Von den Experten wurden die losen Putzstellen hinterspritzt, alle Decken und Wände mit einer Schutzschicht überzogen und mit Kalkputz gestrichen. Zudem besserte man das Holz der Empore und der Deckenbalken aus.

Den Steinboden im Chorraum und dem Mittelgang des Kirchenschiffs unterzog man einer Grundreinigung. Der Holzboden unter den Kirchenbänken wurde abgeschliffen und neu versiegelt.

Komplett neu ist nun die Elektroinstallation. Zusätzlich wurde ein völliges neues Beleuchtungskonzept mit stromsparenden LED-Leuchten ungesetzt. Letztere Leuchter befinden sich nun direkt über den Bänken, im Eingangsbereich und an der Treppe zur Empore. Auch der Altar erhielt eine Stromschiene mit neuen Strahlern. „Die Helligkeit in der ganzen Kirche hat sich dadurch deutlich verbessert“, freute sich Eckert. In Eigenleistungen wurden die Kirchenbänke abschließend wieder eingebaut.

Auf der Empore stehen nun einige der ehemaligen Bänke der Rauenberger Kirche. Sie wurden von einer Schreinerei auf die passende Größe gebracht. Restaurieren will man das große Altarkreuz, das kleine Kruzifix in der Sakristei und die zwei Marienfiguren aus dem Kirchenschiff. Die dort befindliche Madonnenfigur wurde Ende des 19. Jahrhunderts, die Pieta im 18./19. Jahrhundert geschaffen. Die Objekte sollen gereinigt, restauriert und teilweise neu gefasst werden.

Erfreuen können sich die Wessentaler künftig an der Musik der neuen neue elektronischen Orgel. Ihre Vorgängerin wird in der Dürrhofkapelle eine neue Heimat finden.

Deutliche Veränderungen gab es auch in der Sakristei. Der Filzboden wurde entfernt und der Holzboden von 1946 aufgearbeitet. Zudem wurde eine neue Beleuchtung eingebaut. Außerdem gibt es dort jetzt eine Toilette, welche die Kirchenbesucher während der Gottesdienstzeiten nutzen können.

Insgesamt wurden 81 300 Euro in die Sanierung investiert. Davon müssen 17 800 Euro aus Spenden finanziert werden. Bis Mitte August waren rund 5500 Euro eingegangen. „Wir sind auf weitere Spenden angewiesen“, betonte Grein.

Dank sprach er dem Heimat- und Kulturverein Wessental aus, der die Gestaltung des Außenbereichs an der Sakristei mit der Grotte übernommen hat. Die Vereinsmitglieder arbeiteten den Boden auf und sorgten für eine neue Bepflanzung.

Die sanierte Kirche wird den Gläubigen am Sonntag in einem Gottesdienst mit Pfarrer Reinhold Baumann vorgestellt. Beginn ist um 10 Uhr. Anschließend findet im Dorfgemeinschaftshaus ein Pfarrfest statt. Der Erlös kommt der Kirchenrenovierung zugute.