Freudenberg

Konzert in der Kirche St. Wendelinus A-cappella-Band „Medlz“ gab Konzert und sang gemeinsam mit dem Projektchor

Klare Stimmen sorgten für Gänsehaut

Die „Medlz“ sind in der A-cappella-Szene“ Profis. Am Freitag boten sie zusammen mit dem Rauenberger Projektchor in der Kirche St. Wendelinus ein Konzert, das alle Zuschauer begeisterte.

Rauenberg. Stimmgewaltig, melodisch, rhythmisch und zugleich musikalisch wandelbar: Das war das Konzert der A-cappella-Popband „Medlz“ aus Dresden. Die Kirche St. Wendelinus in Rauenberg war am Freitagabend mit über 180 Besuchern fast voll besetzt.

Für die Sängerinnen, die deutschlandweit rund 70 Auftritte im Jahr absolvieren, war es eine Veranstaltung im kleinen Rahmen. „Nur etwa 20 Prozent unserer Konzerte haben diese kleine Größenordnung“, erklärten sie im Gespräch mit den Fränkischen Nachrichten. Dabei schwärmten sie: „Auftritte in solch kleinen Dörfern sind sehr familiär.“ Es sei eine Art Wohnzimmerkonzert in der Kirche. Diese wurde durch umfangreiche Lichttechnik und Bühnennebel zum Konzertsaal.

Freundschaftliche Kontakte

Die Initiative, in Rauenberg ein Konzert zu geben, ging von den „Medlz“ aus. Die Profimusikerinnen Nelly Palmowske, Sabine Kaufmann, Silvana Mehnert und Joyce-Lynn Lella sind mit der in der Ortschaft lebenden Familie Weis befreundet. Wie Madeleine Weis, Dirigentin des Projektchors des Gesangvereins Rauenberg, berichtete, habe man die Gruppe vor einigen Jahren bei einem ihrer Konzerte kennengelernt. Im Frühjahr 2015 gab es einen gemeinsamen Probentag des damaligen Projektchors und den „Medlz“ samt abschließendem Konzert.

Auch diesmal traten Projektchor und Profis gemeinsam auf. Die „Medlz“ erklärten: „Die Energie, die zusammenkommt, wenn so viele Leute gemeinsam singen, ist einfach schön.“ Das Singen mit dem Chor war für die Künstlerinnen auch eine Erinnerung an die eigenen Anfänge. Denn sie hatten sich im Philharmonischen Kinderchor Dresden kennengelernt. Dort fanden sie auch zur A-cappella-Musik, über die sie sagen. „Sie ist schön, weil man sich bei ihr nicht verstecken kann und die Möglichkeit hat, zu experimentieren.“

In der Kirche St. Wendelinus gestalteten zunächst die Gäste das Programm „Sommernacht“. Das begann mit „Lollipop“. Es folgten „Bills“, „Mercy“, „20 000 Meilen“, „Writings“, der Soundtrack aus der „Unendlichen Geschichte“, „Kopf bis Fuß“, „La vie en rose“, „Mister Sandman“ und „Swing“.

Mit „Joyful, joyful“ zogen die „Medlz“ nach der Pause in die Kirche ein. Das Publikum klatsche bei diesem und vielen weiteren Liedern kräftig mit.

„Man sollte die Feste feiern, wie sie fallen“, waren sich Profis und Projektchor einig. So folgte der perfekte erste gemeinsame Auftritt mit dem Lied: „Get this party“. Mit der Titelmelodie des Filmklassikers „Titanic“ rührten die „Medlz“ das Publikum. Mit „Gabriellas Song“ aus „Wie im Himmel“, griffen die Sängerinnen eine Szene auf, die auch im Film in einer Kirche spielt.

Als die Sängerinnen von der besonderen Atmosphäre bei den Dresdner Filmnächten und der Vorführung von „Dirty Dancing“ samt dem Lied „Time of my live“ erzählten, stimmte das Publikum dieses an. Die „Medlz“ hatten zu dem Zeitpunkt jedoch einen anderen Song vorgesehen. So erklang Trude Herrs „Ich bin morgens immer müde“.

Weiter ging es mit Musik zum Träumen. Mit dem spanischen Original von „Hijo de la Luna“, einem Sommerhit der Sängerin Luna, wurden die Zuhörer in die Sage vom Sohn des Mondes entführt.

Auch beim „Mambo“ über die Suche nach einem Parkplatz auf dem Weg zur Liebsten sang das Publikum mit. Euphorisch forderten die Zuhörer Zugaben. Auch über ein weiteres Konzert in Rauenberg würden sich alle freuen.

Als Zugabe erklang ein Medley bekannter Abba-Hits. Zu „All night long“, das gemeinsam mit dem Projektchor gesungen wurde, zogen dieser und die „Medlz“ aus der Kirche. Im Vorraum des Gotteshauses wurde jedoch noch etwas weitergesungen. Alle die von den „Medlz“ nicht genug hatten, konnten ein privates Wohnzimmerkonzert mit den vier Damen gewinnen.